Tempel, Tempel, Tamil Nadu

Die schönsten Tempel in Südindien: in Madurai, Trichy, Thanjavur und Mamallapuram

Madurai
Madurai

Um die 10000 Pilger wuseln jeden Tag durch den Tempel von Madurai. Sie laufen im Kreis um die Säulen, deren Reliefs irgendwelche Götter darstellen, gießen Öl und stapeln Kokosnüsse auf den Nandir (Shivas Büffel) oder bewerfen eine der größeren Götterstatuen mit Butter – entsprechend riecht es leicht ranzig. Mitten im Tempel stehen zwei geschmückte Elefanten, von denen man sich gegen 10 Rupien segnen lassen kann. Der Tempel selbst hat hohe, mit unzählbaren Figuren geschmückte Türme über den Toren, die in kitschigem rosa-hellblau bemalt sind. Um den Tempel herum wimmelt es von Bettlern, in der Vorhalle klemmen zwischen den Säulen und Figuren Schneider mit ihren Nähmaschinen mit Fussbetrieb. Die Marktgassen platzen aus allen Nähten, ein ständiger Wechsel von Farben, Gerüchen (zwischen Jasmin und Urin) und Geräuschen.

Madurai
Madurai

Hier an der Südostspitze von Indien ist gerade Nordwestmonsum, d.h. es regnet an manchen Tagen etwas zu häufig, um hier lange bleiben zu wollen.

Madurai
Madurai

In Tiruchirappalli (Trichy) und Chidambaram hab ich mir flüchtig noch mehr Tempel angeschaut, weil ich eh umsteigen musste…

Der Tempel der Chola-Kultur in Thanjavur (Tanjore) aus dem 10. Jh. ist nicht so kitschig bemalt, was mir wesentlich besser gefällt. Und nicht so überlaufen.

Thanjavur
Thanjavur

Irgendwo zwischen Thanjavur und Pondycherry hält der Bus, die Strasse ist gesperrt. Dann läuft ein mit Stöcken bewaffneter Mob vorbei. Im Bus sind alle ruhig, aber es kann plötzlich niemand mehr fließend Englisch: „fight“ ist das einzige, was ich gesagt bekomme. Als wir dann endlich weiterfahren, steht massenhaft Riot-Police herum, ein paar Scheiben sind eingeschlagen. In der Zeitung stand, dass Leute vom Nachbardorf zum Diwali-Fest gekommen sind und mit Feuerwerkskörpern randaliert haben, bis es gekracht hat…

In der ehemals französischen Kolonie Pondycherry gibt es nichts besondere zu sehen, nur das Flair und französische Küche. Dafür gibt es in Mamallapuram wieder beeindruckende Tempel. Hier ist auch zu sehen, was passiert wenn eine Kultur bisher nur Tempel als Höhlen in den Fels geschlagen hat und nun hoch hinaus will: Ein kompletter Granit-Fels wurde weg geschlagen und dabei 5 kleine Tempelchen stehen gelassen!

Mamallapuram
Mamallapuram

Jetzt bin ich in Bangalore (billiges Internet!) und warte auf den Zug nach Hampi.


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