Schwimmende Salzkristalle

Wie Boote schwimmen manchmal merkwürdig geformte Salzkristalle auf Salzseen oder in Salinen: hopper halite oder fleur de sel.

Bindestrich oder zusammenschreiben? Ein kurzer Leitfaden für Naturwissenschaftler

Viele Autoren schreiben Zusammensetzungen am Liebsten mit Bindestrich, scheinbar fürchten Sie sich vor langen Wörtern. Was ist aber richtig? Tatsächlich können wir es uns nicht einfach aussuchen, ob wir ein Wort mit oder ohne Bindestrich schreiben: Der Duden formuliert hierzu klare Regeln. Fast immer ohne Bindestrich Wichtigste Regel ist, kurz gesagt, dass im Deutschen alles, … „Bindestrich oder zusammenschreiben? Ein kurzer Leitfaden für Naturwissenschaftler“ weiterlesen

2. Auflage: Die Welt der Rohstoffe

Nach nur 2 Jahren erscheint in diesen Tagen die 2. Auflage des Buchs Die Welt der Rohstoffe, das ich zusammen mit Gunnar Ries geschrieben habe. Unser durchaus unkonventionelles Konzept — ein Drahtseilakt irgendwo im Spannungsfeld zwischen populärwissenschaftlichem Sachbuch, Lehrbuch und Nachschlagewerk, mit dem wir ein sehr heterogenes Publikum ansprechen wollten — ist offensichtlich gelungen. Florian … „2. Auflage: Die Welt der Rohstoffe“ weiterlesen

Die Fuchshaie bei Malapasqua

Die kleine, unmittelbar nördlich von Cebu (Philippinen) gelegene Insel Malapasqua ist vor allem unter Tauchern berühmt. Denn an einer nahen versunkenen Insel, Monad Shoal, können mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Fuchshaie beobachtet werden, die sich normalerweise eher in tieferem Wasser aufhalten.

Vigan

Eine hübsche Altstadt mit einer Fusion aus spanischem Kolonialstil und dem Einfluss chinesischer Händler im Norden von Luzon (Philippinen)

Sagada

Trotz hängender Särge und der Cave Connection enttäuscht das angebliche Backpackerparadies in den Bergen im Norden von Luzon (Philippinen)

WordPress Twenty Sixteen mit Auszug (Excerpt) im Archiv

Twenty Sixteen ist das derzeitige Standard-Thema von WordPress. Es gefällt mir sehr gut, mit der Ausnahme, dass im Archiv (d. h. bei Kategorien, Tags, Jahr, Monat) der Inhalt von 10 Beiträgen vollständig angezeigt wird, mit Links zu jeweils weiteren 10 Beiträgen (Paginierung). Um die Navigation auf der Seite zu verbessern, wollte ich stattdessen, dass nur … „WordPress Twenty Sixteen mit Auszug (Excerpt) im Archiv“ weiterlesen

Istrien

Alte Städte, venezianische Kirchen und römische Ruinen an der Adriaküste der Halbinsel (Slowenien, Kroatien)

Hallerbos

Wie ein blauer Teppich bedecken die blühenden Hasenglöcken (Hyazinthen, blue bells) derzeit den Boden im Hallerbos (Bois de Halle), einem Wald wenig südlich von Brüssel.

Granada

Granada, ein wundervoller Name für eine wundervolle Stadt. Am beeindruckensten ist hier natürlich die Alhambra, die ich zu den absoluten Highlights Europas zählen würde. Allein schon der Blick von einem der Aussichtspunkte des benachbarten Stadteils Albayzin: Die massiven Mauern und Zinnen, die Paläste und im Hintergrund strahlend weiß die Sierra Nevada. Das Herz des Komplexes … „Granada“ weiterlesen

Über Erz und Öl: Das neue Buch „Die Welt der Rohstoffe“

Wo Rohstoffe wie Erdöl oder Erze für Metalle gefunden werden und wie viel es davon gibt, ist ökonomisch, technologisch und auch geopolitisch von großer Bedeutung. Um beispielsweise zu verstehen, warum diese Rohstoffe bevorzugt in bestimmten Regionen vorkommen, muss man sich mit den geologischen Prozessen beschäftigen, durch die entsprechende Lagerstätten entstehen. Und wer neue Hightech-Materialien entwickelt, … „Über Erz und Öl: Das neue Buch „Die Welt der Rohstoffe““ weiterlesen

Langtang-Trek & Gosainkund

Das Langtang-Tal in der von Kathmandu aus am nächsten gelegenen Bergkette ist Ziel des beliebten Treks in Nepal. Hier lohnen Aussichtspunkte wie Tsergo Ri, Kyanjin Ri und das Morimoto-Basecamp, mit Blicken auf große Gletscher und einige Sechstausender. Ein Abstecher führt zu den Bergseen Gosainkund.

Moho

Da ich gerade nicht mit aktuellen Fotos aufwarten kann, einmal ein Bild von einem Handstück, das schon seit Langem in meinem Zimmer herumliegt. Es ist eines meiner Lieblingsstücke, weil ich jeden Geowissenschaftler, der bei mir zu Besuch ist, mit der Frage quälen kann, was er hier sieht. Zwei unterschiedliche Gesteine, richtig, und das obere mit … „Moho“ weiterlesen

Rammelsberg

Ein wichtiger Typ von hydrothermalen Lagerstätten sind Sedimentär-exhalative Lagerstätten (SEDEX), die an heißen Quellen am Meeresboden entstehen, und zwar in Sedimentbecken weit ab von Vulkanismus. Das heiße Wasser tritt entlang von Verwerfungen aus und vermischt sich mit dem kalten Meerwasser, was schlagartig zur Ausfällung von Sulfiden wie Pyrit, Galenit (Bleiglanz) und Sphalerit (Zinkblende) und von … „Rammelsberg“ weiterlesen

Schuhverbrauch

Bisher habe ich alle vier, fünf Jahre ein neues Paar Wanderschuhe gekauft, doch das aktuelle Paar hat nicht mal ein Jahr überlebt. Der Schwachpunkt ist immer eine Naht. Ich habe verschiedene Marken und Modelle versucht, sie unterscheiden sich vor allem darin, welche Naht als Erstes aufgibt. Zum Glück gibt es Kleber, mit dem man es … „Schuhverbrauch“ weiterlesen

Cerro Castillo

Wie ein Märchenschloß sieht der bekannteste Berg an der Carretera Austral im abgelegenen Süden Chiles aus; auf einer Wanderung sind Bergseen und Aussichtspunkte zu entdecken

Puerto Varas im Seengebiet in Chile

Gegenüber ragt der perfekte Vulkankegel des Osorno auf, wie mit Zuckerguss weitgehend von einem Gletscher bedeckt. Eigentlich wollte ich auf den Gipfel, aber der stolze Preis der Bergführer lässt es mich anders überlegen. Bleibt mir nur der sehnsüchtige Blick über den See hinüber.

Lauca als Titelbild

Dieses Foto der Lagunas Cotacotani und der Vulkane Pomerape und Parinacota ziert jetzt als Titelbild die 4. Auflage des Lehrbuchs Grundlagen der Geologie von Bahlburg und Breitkreuz. Das Bild habe ich im Lauca-Nationalpark in Chile geschossen, es ist auch in meinem Buch über Orogenese zu finden. Lauca bietet Postkartenansichten, wie sie kaum typischer für die … „Lauca als Titelbild“ weiterlesen

Roraima Tepui

Wanderung in die „Lost World“ des Roraima Tepui: ein Tafelberg auf der Gran Sabana in Venezuela, mit bizarren Felsformationen, endemischen Arten und viel Regen

Sächsische Schweiz

Vor einem Monat waren wir mal wieder einen Tag in der Sächsischen Schweiz: Von Bad Schandau hinauf zur Schrammsteinaussicht und von dort über den Gratweg mit tollen Ausblicken nach Osten. Nach kurzen Abstecher zum Carolafelsen und zum Frienstein mit der Idagrotte ging es über die Heilige Stiege hinab nach Schmilka. Eine lohnende Route mit vielen … „Sächsische Schweiz“ weiterlesen

Nach Fukushima: Warum AKW-Experten nicht zu trauen ist

Was bisher als „Restrisiko“ verharmlost wurde ist eingetreten und plötzlich graust es sogar so manchem Befürworter. Dass es auch in angeblich sicheren AKWs der Hochtechnologieländer zu Störfällen kommt, ist alles andere als neu, bisher hat man nur Glück gehabt, dass es nicht zu einer derartigen Verkettung der Umstände kam wie jetzt in Japan. Neu ist, … „Nach Fukushima: Warum AKW-Experten nicht zu trauen ist“ weiterlesen

Geologie des Kaukasus

Der Kaukasus ist ein Puzzle aus Terranen und mehreren Subduktionszonen, die nacheinander an Eurasien angedockt sind. Die Hebung erfolgte erst durch die Kollision der arabischen Platte.

Herbst in Belgien

Es war ein schwarzer Tag für Regenschirme. Eiskalte Windböen peitschten den Regen durch die Gassen von Brügge. Sie raubten den Bäumen ihr goldenes Herbstlaub und zerrten an den Bauplanen, die gespenstig am Turm der Onze-Lieve-Vrouwekerk flatterten. Wir waren zwei von unzähligen Tagesausflüglern, die der Feiertag zum Waffenstillstand (1. Weltkrieg) in das pittoreske Städtchen gespült hatte … „Herbst in Belgien“ weiterlesen

Sajama und Lauca

Ausgerechnet am Nationalfeiertag machte ich mich auf zum Sajama, einem erloschenen Vulkan in der Westlichen Kordillere und der höchste Gipfel Boliviens. In El Alto blieb der Bus eine Stunde lang stecken, eine endlos lange Parade marschierte auf der Hauptstrasse vor uns her. So kam ich etwas zu spät in den Ort, wo ich in einen … „Sajama und Lauca“ weiterlesen

La Paz

La Paz ist einfach eine grandiose Stadt, allein schon der Blick von El Alto hinunter, ausgefüllt von einem unendlichen ziegelroten Häusermeer, fast identisch mit dem Rotbraun des Bodens und dahinter der mächtige Bergstock des Illimani. Dort unten schieben sich in endlosen Schlangen Minibusse und uralte Busse im Schritttempo durch die engen Straßen und füllen die … „La Paz“ weiterlesen

Tungurahua und Baños

Baños ist ein etwas arg touristischer Ort am Fuß des Tungurahua, ideal um ein paar Stunden im heißen Thermalwasser von den Wanderungen zu entspannen, aber all die Quads-Verleiher und Tourveranstalter sind mir etwas zu viel. Mit einem Fahrrad rolle ich die perfekt asphaltierte „Straße der Wasserfälle“ hinunter Richtung Amazonasbecken, ich habe sie als holprige ungepflasterte … „Tungurahua und Baños“ weiterlesen

Laguna Quilotoa

Ein wundervoller Calderasee: die Laguna Quilotoa. Als ich an der kreisrunden Caldera ankomme, gewittert es heftig, dafür habe ich bei Sonnenuntergang Glück, die Sonne scheint ein wenig (zum ersten Mal), das Wasser wird blau und im Hintergrund sind sogar die beiden Gipfel des Ilinizas zu sehen. Am nächsten Tag wandere ich in etwas mehr als … „Laguna Quilotoa“ weiterlesen

Adolf Muschg: Baiyun

Eine etwas wahllos zusammengewürfelte schweizer Delegation reist in das maoistische China, kurz nach dem Abdanken der „Viererbande“. Prof. Stappung, eher zufällig der Reiseleiter, geht allen mit seiner unmöglichen Art auf die Nerven. Doch plötzlich stirbt er… wer ist der Mörder? Die Gruppendynamik samt Eifersüchteleien kommt so richtig in Gang. Während sie weiterhin die Umpflanzmaschinen, Pflüge, … „Adolf Muschg: Baiyun“ weiterlesen

Tamazeght Carbonatites

Lange hat es gedauert: Michel Marks hat zu meinen Karbonatiten aus dem Tamazeght-Komplex in Marokko noch einen Haufen Isotopendaten für Silikatgesteine dazugegeben, das ganze kräftig umgerührt und so eine schöne Story draus gemacht, die endlich auch gedruckt wurde. Marks MAW, Neukirchen F, Vennemann T, Markl G (2009). Textural, chemical, and isotopic effects of late-magmatic carbonatitic … „Tamazeght Carbonatites“ weiterlesen

Røros

In Røros lauert das Idyll hinter jeder Ecke. All die schnuckligen bunten Holzhäuser, die Hügel der Schlackenhalde hinter der Kupferhütte… Man vergisst wirklich, was für harte Arbeitsbedingungen hier geherrscht haben. Das Museum ist sehenswert, unglaublich was für Holzmengen der Bergbau verschlungen hat. Nur schade, dass kein einziges Mineral ausgestellt ist und niemand mir sagen kann, … „Røros“ weiterlesen

Lofoten

Reise zu den Lofoten, Inseln in Norwegen mit schroffen Bergen, Fjorden und Fischerdörfern — Wanderungen zu Aussichtspunkten und Berggipfeln

Teufelsmauer (Harz)

Im Harzvorland nördlich von Thale ragt eine wenige Meter dicke, senkrecht stehende Sandsteinschicht aus dem Hügelland: die mythenumrangte Teufelsmauer. Die Mythen interessieren mich weniger, viel spannender ist die Geologie. Der Harz, der als Pultscholle entlang seiner nördlichen Randverwerfung gehoben wurde, wurde über die Sedimente des Vorlandes überschoben. Diese wurden dabei mitgeschleppt bzw. nach oben gefaltet, … „Teufelsmauer (Harz)“ weiterlesen

Auf dem Malerweg durch die
Sächsische Schweiz

Mit ihrer Fülle an pittoresken Ansichten zog die Sächsische Schweiz wie kaum eine Gegend die romantischen Landschaftsmaler an. Auf dem Malerweg, der in einer mehrtägigen Wanderung auf deren Spuren die Landschaft durchzieht, stellte ich mir vor, wie all die Caspar David Friedrichs und Ludwig Richters ihre Staffeleien und Leinwände über schmale Pfade schleppten. Ich kann … „Auf dem Malerweg durch die
Sächsische Schweiz“
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Im Stasi-Museum, Leipzig

Lachend stellte ich fest, dass ich vor der Runde Ecke, dem ehemaligen Stasi-Gebäude in Leipzig, mit Kameras überwacht werde. Dabei ist dies vermutlich gar nicht mal ironisch gemeint, soviel Humor traue ich nach einem Gang durch das Museum dessen Machern nicht zu. Wie schlimm die „zweite deutsche Diktatur“ doch war, schreien die Texte auf Tafeln … „Im Stasi-Museum, Leipzig“ weiterlesen

Elbsandsteingebirge: Schrammsteinaussicht mit Schnee

Als ich morgens in Bad Schandau aus dem Zug stieg, waren die Bahnbeamten gerade damit beschäftigt, den nassen Neuschnee vom Bahnsteig zu räumen. Es schneite immer noch und dichte Wolken hingen knapp über dem Ort. Beim Aufstieg in den Wald kam ich bald in dichten Nebel, immer wieder fielen Schneeladungen von den Bäumen. Die ersten … „Elbsandsteingebirge: Schrammsteinaussicht mit Schnee“ weiterlesen

Tel Aviv und der Norden von Israel

Jung, hübsch und glücklich. So leicht wie eine frische Sommerbrise gleicht Tel Aviv als Gegenpol all das aus, was Jerusalem schweres an Heiligkeit, Tradition und Geschichte in die Waagschale wirft. Der Konflikt ist weit weit weg, der Strand dafür um die Ecke. Cafes und Bars sind gefüllt, immer mehr Kunstgallerien werden geöffnet. Gruene Boulevards spenden … „Tel Aviv und der Norden von Israel“ weiterlesen

Jerash — Die Römerstadt in Jordanien

Säulen, Säulen, Säulen… schon wieder römische Ruinen, aber gute. Es ist immer wieder erstaunlich, was für gewaltige Prachtbauten die Römer in die Landschaft gestellt haben. Besonders gefällt mir der von ionischen Säulen gesäumte ovale Platz, der einen Knick in der Optik zwischen Zeustempel und der Hauptstraße mit korinthischen Kolonnaden ausgleicht. Gleich zwei Theater konnte sich … „Jerash — Die Römerstadt in Jordanien“ weiterlesen

Ramadan für Reisende: Jordanien

Ich bin verdammt froh, dass Ramadan jetzt vorbei ist. In Jordanien ist tatsächlich tagsüber selten ein Restaurant zu finden, selbst Brot, ich hatte meistens nur in meinem Rucksack zu Fetzen zerfallenes Fladenbrot vom Vortag. Auch Busse fahren seltener, Freitags so gut wie gar nicht, Öffnungszeiten sind kürzer und unvorhersehbar, in sha’Allah. Seit gestern Abend ist … „Ramadan für Reisende: Jordanien“ weiterlesen

Dana

Ein altes Dorf über einer Schlucht, bizarre Sandsteinfelsen und knorrige Wacholderbäume im Süden von Jordanien

Damaskus

Die Umayyaden-Moschee war eine der ersten Moscheen, und eine der größten. Nur etwa hundert Jahre nach Mohammed und einige Jahre, bevor Spanien und der Indus erobert wurden, wurde sie zu einer Zeit gebaut, als man noch nicht so genau wusste, wie eine Moschee auszusehen hat. Als Vorbild soll das Haus von Mohammed gedient haben, aber … „Damaskus“ weiterlesen

Aleppo

Der Basar hat heute eine ganz besondere Atmosphäre, es ist nämlich Stromausfall. In manchen Ecken rattern Generatoren, aber viele Läden haben nur Kerzen oder Taschenlampen, um ihr Warenangebot zu beleuchten. Die finsteren Gewölbe sind trotzdem gepackt voll mit Menschen, schwer beladene Karren werden durch die Massen manövriert, schwarz verschleierte Frauen bewegen sich wie Schatten an … „Aleppo“ weiterlesen

Museen in Ankara und Antakya

Die lange Fahrt vom Norden nach Syrien unterbreche ich, um zwei sehenswerte Museen zu besuchen. Das Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara zeigt hervorragende Artefakte von der Steinzeit bis zu den Hetitern und Phrygern. Die Funde von Çatalhöyük sind faszinierend. Eine neolithische Stadt (Strassen waren wohl noch nicht erfunden, man musste von Dach zu Dach … „Museen in Ankara und Antakya“ weiterlesen

Kaukasischer Kreidekreis: Krieg in Georgien

Krieg war im Kaukasus in den letzten Jahrtausenden fast der Normalzustand, man sollte meinen, sie wüssten gut genug, was Krieg bedeutet. An der gebirgigen Grenze zwischen Europa und Asien, Christentum und Islam verschoben sich ununterbrochen die Grenzen, zogen plündernde Reiterhorden vorbei und trugen die angrenzenden großen Reiche, die Perser und Türken, Byzantiner, Araber und Russen … „Kaukasischer Kreidekreis: Krieg in Georgien“ weiterlesen

Swanetien

Wilde Bergdörfer in Georgien: Radtour von Mestia zu den Wehrtürmen in Ushguli und eine Wanderung zum Aussichtspunkt Coruldi-Rücken mit Blick auf den Ushba

Lahiç und Şeki

Auf dem Weg nach Westen biegen wir zum Bergdorf Lahiç ab, das für seine Kupferschmiede bekannt ist. Wie in alten Zeiten werden hier Kupfergefäße aller Art hergestellt und verziert. Bei Qabala zeigt Micha uns, wo und wie hier Brunnen gebohrt werden, die einmal die Wasserversorgung von Baku sicherstellen sollen. Im ganzen Land liegen die Plastikrohre … „Lahiç und Şeki“ weiterlesen

Schlammvulkane in Aserbaidschan

Statt glühender Lava tritt an Schlammvulkanen kühler Schlamm und Erdgas aus. Dieses Phänomen kann in Regionen beobachtet werden, in denen Ton schnell in große Tiefe gelangt. Etwa ein Drittel aller Schlammvulkane der Erde befinden sich in Aserbaidschan.

Baku

Baku ist Öl. Am Horizont der Bucht ist eine ganze Reihe von Ölplattformen zu sehen, in der Vorstädten stehen an jeder Ecke und in jedem zweiten Vorgarten Ölpumpen und die weitere Umgebung der Stadt ist ein Gewirr aus Pipelines. In den vielen Bars wird das Geld gleich in Alkohol und bezahlte Liebe umgesetzt, von Religiosität … „Baku“ weiterlesen

Kaspische Riviera

Der Iran ist nicht für seine Strände bekannt. Natürlich müssen Männer und Frauen getrennt baden und zu diesem Zweck sind mit Wellblech umrahmte Strand- und Meerstücke abgetrennt. Der viele herumliegende Müll macht es nicht besser. Für die Iranis, die wohl in zwei Wochen hierher kommen, ist aber der häufige Regen, der für einen dichten Wald … „Kaspische Riviera“ weiterlesen

Teheran

Hier ist von den Frauen mehr zu sehen als sonst im Iran, die Kopftücher sind meist farbig und manchmal sind sie so weit nach hinten geschoben, dass sie fast herunter zu fallen drohen. Ein schwarzer Chador kann auch eng und körperbetont sein, vielleicht sogar bunt und sicher schauen darunter Beine in Jeans hervor. Make up … „Teheran“ weiterlesen

Kashan und Qom

Im Städtchen Kashan sehen wir uns eine Reihe traditioneller Häuser aus dem 19. Jh an, natürlich die Häuser der Reichen, Prunk und Kitsch. Die anderen bekommt man ja nicht gezeigt, wenn sie nicht längst abgerissen sind. Auf dem Rückweg werden wir nach einem Tee im Basar für ein ordentliches Trinkgeld auf das Dach des Basars … „Kashan und Qom“ weiterlesen

Isfahan

Da hat sich Freiburg schon die schönste zur Partnerstadt erwählt. Die Parks und grünen Boulevards, der Fluss mit seinen alten Brücken und die Teehaeuser (hier gibt es sie) laden zum Verweilen ein, sehr angenehm bei der Hektik auf den Straßen iranischer Städte, ein guter Ort um ein paar Tage zu bleiben. Großartiges Zentrum ist der … „Isfahan“ weiterlesen

Persepolis und Shiraz

In relativ kurzer Zeit errichteten die antiken Perser ein Reich, das von der heutigen Türkei bis an den Indus reichte. Bekanntlich klopften sie so heftig bei den Griechen an, dass diese nach heftiger Keilerei noch gleich den Marathonlauf erfanden. Persepolis war die repräsentative Hauptstadt, deren einziger Zweck es war, die Größe des Königs abzufeiern: an … „Persepolis und Shiraz“ weiterlesen

Kappadokien

Einmal mehr wandere ich durch die märchenhafte Ignimbrit-Landschaft Kappadokiens. In den Tälern um Göreme kommen immer wieder skurril geformte Felsen in Blick, Türme und Kegel, Felsen mit einem Faltenwurf wie lange Gewänder in weiß, rot, braun, gelb, Feenkamine und Festungen, viele durchlöchert und als Wohnhäuser genutzt. Natürlich reihen wir uns auch in die Touristenmassen ein, … „Kappadokien“ weiterlesen

Kuba

Ist es nicht faszinierend, wie hartnäckig dieses kleine Land und seine Bewohner allem, was über sie hereinbricht, trotzen? Der Zusammenbruch der Sowjetunion, Wirtschaftsblockade, der damit verbundene Mangel… Wer weiß schon, was passiert, wenn Fidel nicht mehr da ist, allerhöchste Zeit dachte ich, auf dieser grünen, von den türkisfarbenen Wassern der Karibik umspülten Insel einen Mojito … „Kuba“ weiterlesen

Geologie des Atlas

Während Europa die gesamte Erdgeschichte hindurch immer wieder durch Gebirgsbildungen oder vorstoßende Meere verändert wurde, ist in Afrika seit den präkambrischen Orogenesen (mit der Bildung des Kontinents Gondwana) nicht viel passiert, abgesehen von stellenweise auf dem Präkambrischen Schild flach abgelagerten Sedimenten. Eine Ausnahme ist neben dem Ostafrikanischen Graben das junge Atlasgebirge. Wie die Alpen entstand … „Geologie des Atlas“ weiterlesen

Lieber aus der Lichtenstein geschmissen werden, als einen Schmiss* abbekommen!

Es war ein etwas merkwürdiges Gefühl, ein ganzer Saal von Menschen diskutierte auf dem gestrigen Konvent mehrere Stunden lang über mich und einen von mir vor Monaten geschriebenen bösartigen verbindungsverunglimpfenden Text. Dass dieser jemals von so vielen gelesen werden würde, hatte ich natürlich nie geahnt. Ich fühle mich durchaus geehrt, dass er sogar an alle … „Lieber aus der Lichtenstein geschmissen werden, als einen Schmiss* abbekommen!“ weiterlesen

Minerale und Gesteine zwischen
Oldoinyo Lengai und Natronsee

Der Vulkan Oldoinyo Lengai (Expeditionsbericht 2003 mit weiteren Erläuterungen und Literaturhinweisen) ist bekannt für seine eigensinnigen Laven: Natrokarbonatit gibt es nur hier, zugleich ist er der einzige aktive Karbonatitvulkan der Welt. Doch auch die silikatischen Gesteine, die den größten Teil des Vulkans ausmachen, sind einzigartig wie Combeit Nephelinit und Wollastonit Nephelinit (Klaudius und Keller 2006, … „Minerale und Gesteine zwischen
Oldoinyo Lengai und Natronsee“
weiterlesen

Mineralphotographie

In der letzten Zeit habe ich ein wenig damit experimentiert, Steine zu photographieren: es ist durchaus eine Herausforderung, Mineralien „ins rechte Licht gerückt“ abzubilden. Kristallflächen sollen natürlich gut sichtbar sein, zum anderen soll aber auch auch das Innere von transparenten Kristallen zu sehen sein, was durch starke Reflektionen verhindern wird. Leichte Reflektionen können hingegen kleinere … „Mineralphotographie“ weiterlesen

Stocherkahnrennen in Tübingen

Wieder einmal Tübinger Stocherkahnrennen: mehr als 50 Kähne, einige von phantasievoll verkleideten Besatzungen gesteuert, die in einem heilosen Durcheinander die Neckarinsel umrunden. Und diesmal bin auch ich dabei. Die Startnummer konnte kaum schlechter sein: 50 — in der zweiten Reihe ganz auf der linken Seite: wegen der Insel, die kurz unterhalb des Starts beginn und … „Stocherkahnrennen in Tübingen“ weiterlesen

Budapest

Nach dem ich schon befürchtet hatte, Ostern allein in Tübingen zu enden, begleite ich spontan Karin nach Budapest. Breite Boulevards und engere Seitenstraßen, prunkvolle Paläste von Barock bis Art Deco, … und auf der anderen Seite der Donau, mit alten Hängebrücken mit Pest vertäut, der Burgberg von Buda, auf dem alles etwas schnuckliger ist und … „Budapest“ weiterlesen

Kulturgut

„Die Beute wird, wie das immer so üblich war, im Triumphzug mitgeführt. Man bezeichnet sie als die Kulturgüter. Sie werden im historischen Materialismus mit einem distanzierten Betrachter zu rechnen haben. Denn was er an Kulturgütern überblickt, das ist ihm samt und sonders von einer Abkunft, die er nicht ohne Grauen bedenken kann. Es dankt sein … „Kulturgut“ weiterlesen

Guatemala

Wie angenehm, von Marta am Flughafen abgeholt zu werden! Die erste Nacht verbringen wir in Guatemala City, einer chaotischen Metropole mit kaputten vollen Straßen, Straßenkids, …. In einem Minibus fahren wir von der Kaffeestadt Coban abwärts durch wunderschöne tropische Karstlandschaft. In einem Dorf mit buntem Markt steigen immer mehr und mehr traditionell gekleidete Indigenas ein, … „Guatemala“ weiterlesen

Flinx

Schon einmal Flüssigkeitseinschlüssen beim frieren zugeschaut? Die Untersuchung dieser „Flinx“ in Gesteinen ist in Tübingen eine Mode, da damit mit Glück einige Aussagen über Prozesse während der Entstehung gemacht werden können. Dazu wird ein handgemachter Dickschliff in die Kammer unter dem Mikroskop eingeschleust. Die mikroskopisch kleinen Flinx mit ihrem Gasbläschen sehen fast aus wie die … „Flinx“ weiterlesen

… keine Dinnerparty — Bürgerkrieg in Nepal

Vor 10 Jahren überraschte die CPN(Maoist) die Welt, in dem sie den „Peoples War“ ausrief und in kurzer Zeit tausende Angriffe auf Polizeistationen startete. Heute kontrolliert die Guerilla weite Teile des Landes, vor allem im Westen. Und selbst in der Hauptstadt werden hin und wieder Regierungsgebäude gesprengt. Der große Erfolg der Maoisten, nicht nur militärisch, … „… keine Dinnerparty — Bürgerkrieg in Nepal“ weiterlesen

Kathmandu

Von der bekannten Pagoda mit den Augen auf der Spitze bieten sich die besten Blicke auf das Kathmandu-Tal. Unten in der Stadt pulsiert das Leben in den engen Gassen, hölzerne Tempel mit detailliert geschnitzten Fenstern sind eingeklemmt zwischen winzigen Shops. Und die erotischen Darstellungen an den Dachstützen mancher Tempel bringen mich immer wieder zum Schmunzeln. … „Kathmandu“ weiterlesen

Lhasa

Pilger in staubigen, ausgebeulten Kleidern laufen im Uhrzeigersinn um den Tempel und schwingen ihre Gebetsmühlen. Manche Frauen tragen kiloweise Türkis und andere Steine in den zu unzähligen Zöpfen geflochtenen Haaren, einige Männer haben roten Stoff im langen, um den Kopf gewundenen Zopf. Auch die Hutmoden sind faszinierend. Vor dem Tor werfen sie sich dann unzählige … „Lhasa“ weiterlesen

Szechuan

Teehäuser und Pandas in Chengdu, Salz und Dinosaurier in Zigong, Tempel und Berge am Emei Shan und die riesige Buddhastatue in Leshan (China)

Xian

Für rund 2000 Jahre war Xian über Dynastien hinweg die Hauptstadt Chinas. Entsprechend ist die Stadt und die Umgebung voll von alten Tempeln, Toren, Gräbern. Mit am interessantesten ist die Große Moschee, sie schaut aus wie ein chinesischer Tempel, das Minaret wie eine Pagode. Doch der Hauptgrund hierher zu kommen ist die Terracotta Armee, tausende … „Xian“ weiterlesen

Peking

Die Stadt ist von breiten, mit Hochhäusern gesäumten Straßen durchzogen, doch dazwischen finden sich immer noch Reste der Hutons, der alten Viertel aus niedrigen, grauen Ziegelhäuser, in deren engen Gassen alte Menschen im Schatten Tee trinken oder Brettspiele spielen, Kohleverkäufer radeln ihre Waren zu den Kunden… Das Zentrum der modernen Stadt ist natürlich der Tiananmen-Platz, … „Peking“ weiterlesen

Guilin Kegelkarst

Um Yangzhou mal wieder Kegelkarst vom Feinsten – zugegeben ziemlich ähnlich wie die entsprechenden Landschaften in Nordvietnam oder Südthailand. Das beste ist, mit einem Fahrrad durch die Landschaft zu kreuzen (wenn es nur nicht so brutal heiß währe), denn zwischen den felsigen Bergen ist alles flach. Weniger vorbereitet war ich auf den chinesischen Tourismus, dass … „Guilin Kegelkarst“ weiterlesen

Schwefel am Kawah Ijen

Ganz im Osten Javas liegt dieser Vulkan, in dessen Krater ein grünlicher Schwefelsäuresee liegt. Am Rand hat sich ein riesiger Schwefelkörper gebildet, brauner heißer Schwefeldampf steigt fauchend auf. Wenn der Wind die Wolke zu einem trägt, ist das Atmen fast unmöglich, die Säure beisst in den Augen und in der Nase. In Rohren wird ein … „Schwefel am Kawah Ijen“ weiterlesen

Bromo & Semeru

Vulkane im Osten von Java: Blicke in die Tengger-Caldera mit dem dampfenden Bromo und Aufstieg auf den aktiven Semeru mit hautnahen Ascheeruptionen

Visa-Run

Warum nicht mal auf ein Tandoori-Chicken von Java nach Kuala Lumpur? Der eigentliche Grund ist natürlich, dass mein Indonesien-Visum abgelaufen ist. Also verbringe ich eine Nacht im Minibus von Yogya nach Jakarta (der Zug war leider ausgebucht), fliege nach KL und am nächsten Tag zurück. Eine Nacht im Zug und ein Tag im Bus und … „Visa-Run“ weiterlesen

Von Thailand nach Malaysia

Ich bin gerade in Kota Baru angekommen, in der Nordost-Ecke der Halbinsel von Malaysia. Morgen nehme ich ein Boot zu den Perhentian Islands. Weiterlesen 13 Monate als Backpacker durch Asien Taman Negara Krabi

Krabi

Der Himmel ist bewölkt und fast jeden Tag gibt es ein oder zwei heftige Monsunschauer – es ist offensichtlich Zeit, dass ich nach Malaysia gehe, denn dort ist die Regenzeit schon vorbei. Wenn es dann aber wieder aufreisst, scheinen die Kalkklippen wundervoll in der Sonne. Eine Bar am Strand hat neue Möbel aus den Resten … „Krabi“ weiterlesen

Sukhothai

Die charmanten Ruinen dieser Stadt (und von Si Satchanalai, einer weiteren etwas weiter im Norden) aus dem 15. Jh liegen in einem großen Park, der in das grün der umgebenen Hügel übergeht. Wie kaum anders zu erwarten, geht es vor allem um buddhistische Tempel und Klöster, Stupas in allen möglichen Formen, sitzende, stehende, gehende Buddhas… … „Sukhothai“ weiterlesen

Chiang Mai

Das viel gerühmte Flair von Chiang Mai ist etwas relativ im Vergleich zu Luang Prabang, doch es gibt einige hübsche Ecken und ein paar schöne Tempel. Ein Bild für die Götter ist das „Fuck off wankers“- Shirt der Punkband Exploited, das der Junge trägt, der vor der goldenen Pagode den Boden fegt. Um die thailändische … „Chiang Mai“ weiterlesen

Von Laos nach Thailand

Ohrenstöpsel, Helm, Schwimmweste: mit dem Speedboat rase ich von Luang Prabang den Mekong 6 Stunden (durch, wie sollte es auch anders sein, wundervolle Landschaft) aufwärts. 8 Menschen passen ins Boot – mit so viel Platz, dass die Beine schmerzen. Irgendwo im Goldenen Dreieck (keine Opiumfelder in Sicht) überquere ich die Grenze, fahre nach Chiang Mai … „Von Laos nach Thailand“ weiterlesen

Kriegskommunismus

„Schafft zwei, drei, viele Vietnam“ (Che Guevara) Ist es in einem armen, kolonialisierten Land möglich, den Kommunismus einzuführen? Oder endet ein derartiges Projekt über den Umweg der „Nationalen Befreiung“ zwangsläufig in einem autoritären System der nachholenden Entwicklung? Auch in der Sowjetunion kam es ja eher zu einem Staatskapitalismus… In Vietnam führte der verlustreiche Kampf gegen … „Kriegskommunismus“ weiterlesen

Von Vietnam nach Laos

Fast 21 Stunden im Bus katapultieren mich vom kalten Norden der Sozialistischen Republik Vietnam in den heißen Süden der Demokratischen Volksrepublik Laos. Ohne Schlaftabletten kaum auszuhalten. Eigentlich hätten es nur 19 Stunden sein sollen und dass wir drei von der Grenze bis nach Savannakhet in einem verdammt langsamen Bus landen statt wie versprochen in einem … „Von Vietnam nach Laos“ weiterlesen

Hanoi und Umgebung

Auch wenn in der Altstadt der Anteil an alten Häusern aufgrund der Kriege nicht mehr sonderlich hoch ist, hat die Stadt flair, dank der Seen, der vielen Bäume… Ein paar alte Pagodas, wie der Literaturtempel, der vor rund 1000 Jahren bereits eine Art Universität war. Ich reihe mich in die lange Schlange von Pilgern vor … „Hanoi und Umgebung“ weiterlesen

Angkor Wat

Angkor: hunderte Tempel aus dem 9. bis 16. Jh. liegen hier in der Ebene verstreut, Angkor Wat ist nur der bekannteste und größte. Sie sind, je nach Laune des jeweiligen Herrschers, entweder Buddha oder hinduistischen Göttern, aber in jedem Fall zugleich dem Gottkönig geweiht. Bei den meisten steht das innere Heiligtum erhöht und ist über … „Angkor Wat“ weiterlesen

Von Indien nach Thailand

Tatsächlich kam mein Zug von Varanasi mit 10 Stunden Verspätung in Kolkata an. Ich habe also nicht viel von dieser Stadt gesehen, die mir ziemlich verfallen erscheint. Immerhin habe ich mir den Bart aus dem Gesicht kratzen und einen „modern hairstyle“ verpassen lassen, sehe jetzt also wieder normaler (langweiliger?) aus. Der Flug nach Bangkok (ich … „Von Indien nach Thailand“ weiterlesen

Karmasutra in Stein: Die Tempel von Khajuraho

In diesem kleinen Dorf, völlig ab von jeder Stadt, finden sich einige der spannendsten Tempel Indiens – bekannt vor allem wegen den vielen, fast 1000 Jahre alten erotischen Darstellungen. Besser als Karmasutra. All die möglichen und unmöglichen Stellungen stehen in einem krassen Gegensatz zur modernen indischen Gesellschaft, in der (außer vielleicht in Bangalore, Mumbai, Chennai … „Karmasutra in Stein: Die Tempel von Khajuraho“ weiterlesen

Delhi

Eine krasse Stadt, voll gestopft mit Menschen, ein unglaubliches Chaos. Das beste ist es, auf einer Fahrradrikshaw zu sitzen und im vorbeifahren Menschen zu beobachten. Es geht kaum vorwärts, überall werden Säcke mit Chili oder was auch immer von anderen Fahrradrikshaws oder Ochsenkarren abgeladen, Männer mit den unterschiedlichsten Bärten und Kopfbedeckungen, Frauen in bunten Saris … „Delhi“ weiterlesen

Indien-Koller

An manchen Tagen hasse ich Indien. Der Tag gestern begann damit, dass ich eine Stunde auf mein Müsli warten musste, weil es vergessen worden war. Dann holte ich die Wäsche ab, die ich am Tag vorher abgegeben hatte. Dabei hatte ich betont, dass ich die Plastiktüte wieder brauche – „yes OK, no problem“. Natürlich bekomme … „Indien-Koller“ weiterlesen

Agra

Im Nebel – nach Wochen mit wolkenlosem Himmel ziemlich frustrierend. Das Taj Mahal ist wirklich nicht ganz zu unrecht das bekannteste Bauwerk Indiens, erbaut von einem Mughal-König für seine 2. Frau. Den besten der 20000 Arbeitern wurden hinterher die Finger oder Hände amputiert, damit etwas so großartiges nicht nochmal gebaut werden kann! Der König verbrachte … „Agra“ weiterlesen

Bollywood

Kino ist in Indien seit eh und je gefeiert und die Filmindustrie in Bombay ist älter als die in Hollywood. Ich sehe eine dramatische Liebesgeschichte, auf epische Länge ausgewalzt. Dass ich kein Wort Hindi verstehe, verstärkt nur die Exotik. Höhepunkte sind die ausgefeilten Tanzeinlagen, z.T. in der Schweiz gedreht. In diesen werden meist alle Träume, … „Bollywood“ weiterlesen

Mount Abu

Mount Abu ist eine Art indischer Honeymoon-Luftkurort. Wir sind allerdings nicht deshalb hierher gekommen, sondern wegen der beeindruckenden Jain-Tempel in der Nähe. Diese fast 1000 Jahre alten Tempel sind so detailliert aus Marmor geschnitzt, dass es kaum zu glauben ist, das der Bau nur 14 Jahre gedauert haben soll. LP schreibt treffend, dass es aussieht, … „Mount Abu“ weiterlesen

Udaipur

Wie märchenhaft schön muss Udaipur sein, wenn sich Stadt und Paläste im See spiegeln! Nur zu schade, wenn in einem trockenen Jahr wie diesem nur eine traurige Pfütze vom See übrig ist. Der City Palace ist trotzdem beeindruckend, die Räume um oft wunderschöne Innenhöfe gruppiert. Die Räume selbst verraten, dass die Herrscher von Udaipur ein … „Udaipur“ weiterlesen

Gujarat

Ahmedabad ist eine ziemlich laute und versmogte Großstadt. Gut, einige interessante Moscheen und hübsche alte Häuser zwischen Le Corbusier-Beton, ein faszinierendes Brunnenhaus, aber nie ein ruhiges Plätzchen zum verweilen. Die Wanzen, die ich am morgen beim Abbauen des Moskitonetzes zu Tage fördere geben mir dann den Rest. Ich habe aber nur einen Biss und zum … „Gujarat“ weiterlesen

Hyderabad

Zwischen zwei Zügen und wieder allein bin ich in Hyderabad, wo ich eigentlich gar nicht hin wollte. Immerhin vergeht hier die Zeit schneller als im langweiligen Bangalore. Das Golconda-Fort ist interessant, das „… is a must-view“ im Lonely Planet ist aber maßlos übertrieben. In der Nähe stehen noch einige Königsgräber, die ein wenig dem Taj … „Hyderabad“ weiterlesen

Give me school-pen!

Faszinierend, dass in Indien die Kids genauso penetrant nach dem school-pen (notfalls auch Schokolade oder Rupee) betteln wie diejenigen in Afrika oder Lateinamerika. Ich kann mir das nur so erklären, dass vor Jahrzehnten gutmenschelnde Touristen durch die Welt gefahren sind und Kugelschreiber verteilt haben, um den Kindern eine gute Karriere zu ermöglichen … 13 Monate … „Give me school-pen!“ weiterlesen

Kerala

Ein Mann, der nach Kochin kommt, vergesse auf der Stelle seine Frau, so schön ist die Stadt. Heißt es. Tatsächlich hat das kosmopolitische Flair mit einem Mix aus portugiesischer, holländischer, britischer, jüdischer und indischer Kultur etwas. Die Stadt, auf einer schmalen Halbinsel gelegen, ist sehr grün und das beste ist, das es kaum Verkehr gibt, … „Kerala“ weiterlesen

Goa

Der Strandverkäufer schaut mich ungläubig an: „warum kommst du an den Strand, wenn du nichts kaufen willst?“ Ja, warum wohl? Um den Uni-Stress zu vergessen, schwimmen, in der Sonne liegen oder im Schatten ein Buch lesen. Abends lecker Fisch essen… Und pünktlich zum europäischen Herbst bin ich jetzt doch noch ein bisschen braun geworden. Dass … „Goa“ weiterlesen

Landung in Mumbai

Ich bin also in Mumbai (Bombay) gelandet. Der Kulturschock war nicht so krass, wie ich erwartet habe und ich habe mich schnell an das „Hello my friend“ gewöhnt. Etwas schlimmer war am ersten Tag doch eher die Müdigkeit: auf dem Schiff zum Elephanta-Island bin ich eingeschlafen. Den Höhlentempel auf der Insel fand ich trotzdem interessant, … „Landung in Mumbai“ weiterlesen

Zermatt-Saas-Ophiolith (Exkursion)

Die Gesteine der Zermatt-Saas-Zone sind ein Ophiolith, also ursprünglich ozeanische Lithosphäre (des Penninikum, dem Tiefseebecken der Tethys). Allerdings ist die Einheit stark zerschert, so dass die normale Abfolge von Serpentinit (Mantel), Gabbro, Basalt und Sedimenten nicht am Stück zu finden ist. Ausserdem wurden sie bei der Subduktion der Tethys hochdruckmetamorph (Eklogitfazies, retrograd Blauschiefer- / Grünschieferfazies) … „Zermatt-Saas-Ophiolith (Exkursion)“ weiterlesen

Türkei 2003

Drei Wochen in der Türkei — exakt die Zeit des Krieges im Irak, was Miriam und mir einen billigen Flug beschert hat. Mich begeistert vor allem die Ignimbritlandschaft von Kappadokien, die in faszinierende Formen erodiert ist. Frühchristliche Kirchen stimmen ein auf die byzantinische und ottomanische Architektur in Istanbul… und die Antike von Pergamon oder Ephesus. … „Türkei 2003“ weiterlesen

Skitouren 2003

Stabiles Hoch im im Februar: mit Micha und Nils besteige ich den Mont Blanc de Cheilon (Wintergipfel, 3827m) und Pinge d’Arolla (3796m), im Wallis. Irgendwann im Frühling folgt die Cristallina (2911m) im Tessin.

Südnorwegen Exkursion — geologische Exkursion

Südnorwegen besteht vor allem aus der Südwestlichen bzw. Westlichen Gneissregion (1700 to 900 Ma) und dem Caledonischen Deckengebirge dazwischen. Dieses Gebirge bildete sich im Silur durch die Schliessung des Ur-Atlantiks Iapetus. Auch die westliche Gneissregion wurde caledonisch überprägt. Den permischen Oslograben haben wir leider nicht besichtigt. Bei Arendal (SW Gneiss Region) sehen wir Granultifazielle (Opx-haltige) … „Südnorwegen Exkursion — geologische Exkursion“ weiterlesen

Kartierkurs Heidelberger Hütte

Kartierung im Unterengadiner Fenster: wir sind in den Tiefseesedimenten des Südpenninischen Ozeans. Für mich als Mineraloge sind die verschiedensten Flysche etwas langweilig… weitere Sedimente („taubenblauer Tristelkalk“ zum Beispiel) kommen als Olistolithe vor, d.h. sie sind als grosse Blöcke den Kontinentalhang hinunter gerutscht. Nach der Kartierung besteige ich mit Micha zum Eingehen die Heidelberger Spitze und … „Kartierkurs Heidelberger Hütte“ weiterlesen

Italien 2002

Mit Miriam besuche ich die klassischen Orte der Toskana, Umbriens und Rom. Renessaince-Kirchen, die schönen Plätze von Florenz, Siena, Perugia…

Sri Lanka

Mit Miriam sechs Wochen in Sri Lanka: das kleine Städchen Kandy bietet mehr als den Tempel mit Buddhas Zahn, vor allem auch eine schöne Umgebung. Vorbei an den Höhlentempeln von Dambulla fahren wir zur beeindruckend auf einem Fels gelegenen Festung Sigiriya. In Polonnaruwa bewundern wir die wundervollen halbkreisförmigen Moonstones, die die Eingänge der Tempel markieren. … „Sri Lanka“ weiterlesen

USA — geologische Exkursion mit Verlängerung

Vor der USA-Exkursion sind wir mit einem Mietwagen zu diversen Nationalparks gefahren. Zunächst zum Grand Canyon, wo wir alle Warnungen in den Wind schlugen und an einem Tag bis hinunter zum Fluss und wieder hinauf gelaufen sind. Da unsere Wassercontainer undicht waren, hatten wir tatsächlich Probleme mit der Hitze! Der Abstieg beginnt im Kaibab Kalkstein … „USA — geologische Exkursion mit Verlängerung“ weiterlesen

Bivio Kartierkurs

Unser Kartiergebiet bei Bivio (Oberhalbstein) hat im unteren Bereich penninische Ophiolithe (Plata-Decke), im oberen Bereich Ostalpin. Das Penninikum besteht aus Grünschiefern, in denen stellenweise sogar noch Pillows zu sehen sind. Die Serpenite liegen darauf, insbesondere mit Antigorit, auf den Scherflächen grüner „Edelserpentin“. Ehemals basaltische Gänge im Serpentinit sind durch Metasomatose zu Rodingiten mit Diopsid (hier … „Bivio Kartierkurs“ weiterlesen

Ägypten

Natürlich fängt alles mit den Pyramiden an… aber auch die Innenstadt von Cairo begeistert mich, mit all den Minaretten und Kuppeln, die genau die selbe Farbe wie die Wüste im Hintergrund haben. Ganz im Süden begeistert Aswan allein durch seine Lage, ob die weite Fahrt nach Abu Simbel es wert war weiss ich hingegen nicht. … „Ägypten“ weiterlesen

Spanien

Nach der Kälte Norwegens verbringe ich den Rest der Sommerferien in Spanien: in den zwei Wochen sehe ich u.a. Bosch im Prado in Madrid, die Altstadt von Toledo, Cuenca, Salamanca und Burgos. Ich belächle die Pilger in Santiago de Compostela und lasse mich am bei Regen am Strand bei Pontevedra belächeln…. Zuletzt bewunder ich das … „Spanien“ weiterlesen

Nordnorwegen Exkursion

In der Umgebung von Tromsø finden sich Caledonische Decken und (auf den Inseln Ringvassøy, Kvaløya, Senja) ein Teil des baltischen Schilds. Im Jungpräkambrium hatte das Auseinanderbrechen des Superkontinents Rodinia zur Bildung des „Uratlantiks“ Iapetus geführt. Im Silur hatte sich der Ozean schon wieder geschlossen und es kam zu Kollision und Gebirgsbildung (Caledonische Orogenese). Ein spektakuläre … „Nordnorwegen Exkursion“ weiterlesen

Marokko

In drei Wochen rase ich durch Marokko: ich sehe die Königstädte Rabat, Meknes, Fes, wobei letztere mit ihrem Gassengewirr, den Gerbern und Werkstätten am meisten begeistert. Südlich des Atlas, für etwas Wüsten-Feeling, besuche ich die Sanddünen von Merzouga, und die Schluchten wie die des Dades. Ich rocke noch die Kasbah in Ait Benhaddou, bevor ich … „Marokko“ weiterlesen

Südamerika

Bolivien Die drei Monate der Semesterferien nutze ich für einen Trip durch Südamerika: zunächst besuche ich (nach 3 Tagen stopover in New York) Babette in La Paz, zusammen entdecken wir die faszinierende Landschaft im Süden von Bolivien: der endlose Salzfläche des Salar de Uyuni, die pinke Laguna Colorada, auf der weisse Borax-Inseln schwimmen… Potosi, wo … „Südamerika“ weiterlesen