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Nordnorwegen Exkursion

In der Umgebung von Tromsø finden sich Caledonische Decken und (auf den Inseln Ringvassøy, Kvaløya, Senja) ein Teil des baltischen Schilds. Im Jungpräkambrium hatte das Auseinanderbrechen des Superkontinents Rodinia zur Bildung des „Uratlantiks“ Iapetus geführt. Im Silur hatte sich der Ozean schon wieder geschlossen und es kam zu Kollision und Gebirgsbildung (Caledonische Orogenese).

Ein spektakuläre Aufschluss östlich von Tromsø ist der Skattøra Migmatit, im ehemaligen Gabbro wurde bei 900°C (mit Wasser) der Plagioklas geschmolzen, was zu einer Vielzahl von Anorthosit-Gängen im zurückbleibenden Amphibolit führte. Etwas weiter südlich ersteigen wir bei dichtem Nebel den Tromsdalstind mit schönem Eklogit. Zum Teil ist der Omphazit retrograd in Hornblende umgewandelt. In der Lyngendecke sehen wir Chlorit-Schiefer und Granat-Glimmerschiefer, die höhermetamorphen befinden sich oben, die Wärmequelle war offensichtlich die darüber liegende Skattøra-Decke.

Ein gutes Stück südlich von Tromsø sehen wir u.a. verschiedene ultrabasische Schuppen in den Caledonischen Decken: Speckstein (Talk + Magnesit), Serpentinit… typisch sind die durch Metasomatose enstandenen Biotit-reichen Black Walls am Kontakt zum Nebengestein. Sagvandit ist ein ultramafisches Gestein mit wenig Olivin, aver viel Enstatit und Magnesit. Eine zweite Enstatit-Generation (Olivin → Enstatit + Magnesit) hat Enstatit-Sonnen gebildet. Ansonsten sehen wir verschiedenste Gneise…

Quarzfalte auf Kvaløya
Quarzfalte auf Kvaløya

Auf Ringvassøy (baltischer Schild) sehen wir mafische Gänge und ultramafische Knollen in tonalitischen Gneisen. Die Gneise sind stellenweise Migmatitisch. Im nördlichen Teil der Insel stehen wir im Greenstone Belt, die (kaum geschieferten) Grünschiefer sind von basaltischen Gängen durchzogen. Auf Kvaløya sehen wir präkambrische Granite und Metasedimente (Granatglimmerschiefer u.a.), auf Senja Amphibolite, Peridotite, Gabbros (mit einer Nickelgrube), eine Graphitmine.

Tonalit intrudiert Gabbro, Lyngen
Tonalit intrudiert Gabbro, Lyngen

Lyngen (Caledoniden) ist ein Ophiolith-Komplex mit Gabbros und Serpentiniten, in Scherzonen sind Tonalite in den Gabbro intrudiert. Im Gabbro ist schönes magmatisches Layering zu sehen.

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Marokko

In drei Wochen rase ich durch Marokko: ich sehe die Königstädte Rabat, Meknes, Fes, wobei letztere mit ihrem Gassengewirr, den Gerbern und Werkstätten am meisten begeistert. Südlich des Atlas, für etwas Wüsten-Feeling, besuche ich die Sanddünen von Merzouga, und die Schluchten wie die des Dades. Ich rocke noch die Kasbah in Ait Benhaddou, bevor ich meinen Magen auf dem Djemaa el Fna in Marrakesh vollschlage. Zum Entspannen liege ich in Essaouira.

Fes
Fes
Fes
Fes
Fes
Fes

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Tamazeght, Marokko

Südamerika

Bolivien

Die drei Monate der Semesterferien nutze ich für einen Trip durch Südamerika: zunächst besuche ich (nach 3 Tagen stopover in New York) Babette in La Paz, zusammen entdecken wir die faszinierende Landschaft im Süden von Bolivien: der endlose Salzfläche des Salar de Uyuni, die pinke Laguna Colorada, auf der weisse Borax-Inseln schwimmen… Potosi, wo wie nirgends sonst Menschenleben gegen Silber aufgewogen wurden… Von La Paz nehme ich einen Bus in die Yungas, die steil von den Anden ins Amazonasbecken abfallen. Bei Rurrenabaque gehe ich durch den Dschungel und beobachte Flussdelphine in der Pampas. Bei Sorata in der Cordillera Real wandere ich zu der auf über 5000 m liegenden Laguna Glacial. Von Copacabana am Titicacasee nehme ich ein Boot zur Isla del Sol, deren Buchten mich merkwürdig an Griechenland erinnern…

Peru

An Cusco komme auch ich nicht herum, nicht ganz so überlaufen sind die Orte im Valle Sacrado de los Incas. Wie viele andere laufe ich über den Inka Trail nach Machu Picchu, zum Glück streiken dann die Bahnarbeiter, so dass Machu Picchu selbst nicht so überlaufen ist. Der Colca Canyon beeindruckt durch seine Weite fast mehr als die Tiefe, aber die Kondore sind das Highlight: ein Ornithologe meint, er hätte noch nie so viele Kondore auf einmal gesehen wie an diesem Tag. In Arequipa träume ich nur vom Vulkan Misti und fahre bald weiter zu den Islas Ballestas mit Seelöwen, Pinguinen und Millionen Vögeln. Lima steckt im Smog. Kuelap, die Festung der Chachapoyas in Nordperu bekommt kaum Besucher ab. Wegen einem Gewitter fahre ich in einem Schulbus in das Tal zurück, was länger dauert als der Fussmarsch hinauf.

Ecuador

Mit Wetter hatte ich in Ecuador wirklich Pech, von all den schönen Vulkanen habe ich maximal den Fuss gesehen. Die Radtour von Banos in das Amazonasbecken begeistert mich aber trotz Regen.

Peru

Und nochmal Peru… Diesmal in der Gegend von Huaraz. Für den Santa Cruz Treck durch die Cordiellera Bianca brauche ich 3 Tage, aber nur am ersten Tag sind die Berge nicht von Wolken verhüllt…

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