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Sieben Monate durch den Nahen Osten und den Kaukasus... Ein Buch über diese Reise zu schreiben, war zunächst nur eine Schnapsidee. Dann war es viel mehr Arbeit als gedacht, irgendwann hatte ich schon gar (...)
3. März 2010
Florian Neukirchen Nahöstlicher Diwan
Unterwegs zwischen Teheran und Tel Aviv
16,20 € Paperback 264 Seiten, 93 Farbfotos ISBN 978-3-89514-925-2
Sieben Monate dauerte die Reise, die 2008 von (...)
2. März 2010
Warum 7 Monate in den Nahen Osten? Warum in den Kaukasus? Iran, Syrien und Israel, Armenien und Türkei. So viele Gegensätze! In Georgien wurden wir sogar vom Krieg überrascht. Eine Reiseroute voller (...)
15. Januar 2009
Tiefblaues Wasser voller Korallenriffe, hinter dem rötliche Granitberge aufragen. So schön, dass ich nun zum dritten mal an diese Küste komme. Die Granitfelsen sind stellenweise wie ein Zebramuster von (...)
8. November 2008
Ein toller Blick, ich sitze an der Kraterkante auf dem harten Kalkstein, lasse meine Beine baumeln und schaue 300 m hinunter auf eine rot, schwarz, gelb und weiß gefärbte Landschaft...
Das Gerücht, der (...)
8. November 2008
Diese Festung des Herodes liegt beeindruckend auf einem tafelförmigen Berg am Rand des Jordangrabens. Kanäle, die die Sturzfluten aus den Wadis in grosse unterirdische Zisternen lenken, ermöglichten das (...)
22. Oktober 2008
Jung, hübsch und glücklich. So leicht wie eine frische Sommerbrise gleicht Tel Aviv als Gegenpol all das aus, was Jerusalem schweres an Heiligkeit, Tradition und Geschichte in die Waagschale wirft. Der (...)
22. Oktober 2008
Eine Frage der Tektonik? Ein Graffiti in Jerusalem zeigt einen Steinewerfer, mit dem hebräischen Schriftzug "alles wegen dem Syro-Afrikanischen Rift".
In der Westbank besuche ich Hebron, wo der Konflikt (...)
22. Oktober 2008
Wie viel Heiligkeit verträgt der Mensch? Jerusalem strapaziert die Heiligkeit an den Rand des erträglichen, zu viel für manche, so dass das Jerusalem-Syndrom um sich greift. Die ganze Altstadt ist voller (...)
22. Oktober 2008
Am wichtigsten jüdischen Feiertag, Yom Kippur, steht das ganze Land still. Während der Sabbat nur von religiösen Juden eingehalten wird, sind heute selbst auf Schnellstraßen nur Fußgänger unterwegs. (...)
13. Oktober 2008
Die Einreise nach Israel war langwierig wie erwartet und doch nicht so lästig wie befürchtet. Fast am ärgerlichsten war, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass der Bus vom jordanischen zum israelischen (...)
7. Oktober 2008
Falls irgend jemand unbedarftes vorbeikommt stehen an der Straße große Warnschilder: "Achtung! Extrem salziges Wasser!". Dass man im Toten Meer wie ein Korken schwimmt, ist hinreichend bekannt. Es dann (...)
5. Oktober 2008
Ein weiterer Tagesausflug bringt mich zu den "Desert Castles" im Osten, die meist gar keine Burgen sind, sondern vermutlich Ferienhäuser der Umayyaden-Dynastie. Vielleicht waren sie auch fuer den Handel (...)
5. Oktober 2008
Der schöne Tag in den Ruinen von Jerash endet in einer Katastrophe: am Abend gibt meine Kamera den Geist auf, nicht einmal anschalten geht mehr. Dummerweise sind alle Geschäfte erstmal für drei Tage (...)
5. Oktober 2008
Säulen, Säulen, Säulen... schon wieder römische Ruinen, aber gute. Es ist immer wieder erstaunlich, was für gewaltige Prachtbauten die Römer in die Landschaft gestellt haben. Besonders gefällt mir der von (...)
5. Oktober 2008
Ich bin verdammt froh, dass Ramadan jetzt vorbei ist. In Jordanien ist tatsächlich tagsüber selten ein Restaurant zu finden, selbst Brot, ich hatte meistens nur in meinem Rucksack zu Fetzen zerfallenes (...)
1. Oktober 2008
Die Kreuzritter haben das mit der christlichen Nächstenliebe ja wirklich auf die Spitze getrieben. In Karak warfen sie ihre Opfer am liebsten von der Burgmauer, mit einem Kasten um dem Kopf, damit sie (...)
1. Oktober 2008
Durch das Echo wird der Ruf des Muezzin im Dorf Rum zu einer merkwürdig auf und abwallenden Musik verzerrt. Die Umgebung ist eine faszinierende Wüstenlandschaft, die wie ein Magnet Touristen anzieht: hohe (...)
1. Oktober 2008
Fast barock muten die prachtvollen Fassaden der in den Sandstein geschlagenen Gräber an. Barock aus der Antike, aus der Zeit des Hellenismus und der Römer. Die Nabatäer kontrollierten den Handel mit dem (...)
1. Oktober 2008
Liberal und lebensfroh gibt sich die Innenstadt von Beirut. In der aus den Trümmern des Krieges auferstandenen Pseudoaltstadt voller schnieker Boutiquen fühlt man sich weit weg vom Nahen Osten, wenn nur (...)
17. September 2008
In Syrien habe ich es genossen, auf einer Matratze auf der Dachterrasse zu schlafen. Das ist nicht nur billiger, man trifft auch viele andere Reisende und die abendliche Brise sorgt für Kühlung. Die (...)
17. September 2008
Die Umayyaden-Moschee war eine der ersten Moscheen, und eine der größten. Nur etwa hundert Jahre nach Mohammed und einige Jahre, bevor Spanien und der Indus erobert wurden, wurde sie zu einer Zeit gebaut, (...)
17. September 2008
Zum Glück muss ich auch während Ramadan nicht hungern. Zwar haben viele Restaurants tagsüber geschlossen, aber es gibt immer auch einige, die sich das Geschäft nicht entgehen lassen. Im christlichen (...)
15. September 2008
Meinen ersten Rundgang durch die Ruinen von Palmyra mache ich Nachts im Schein von vier Taschenlampen. In der Cella eines Tempels philosophieren wir über die Ästhetik der antiken Architektur, die in so (...)
15. September 2008
Das Bild der Kreuzritterburg Krak des Chevaliers habe ich im Kopf, seit ich als Kind einmal in irgend einem Bildband darüber gestolpert bin. Die dicken Mauern und Türme wurden tatsächlich nie gestürmt, (...)
15. September 2008
Der Basar hat heute eine ganz besondere Atmosphäre, es ist nämlich Stromausfall. In manchen Ecken rattern Generatoren, aber viele Läden haben nur Kerzen oder Taschenlampen, um ihr Warenangebot zu (...)
15. September 2008
Die lange Fahrt vom Norden nach Syrien unterbreche ich, um zwei sehenswerte Museen zu besuchen.
Das Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara zeigt hervorragende Artefakte von der Steinzeit bis zu (...)
28. August 2008
Wie ein Schwalbennest klebt das byzantinische Kloster Sumela an einer Felswand. Von weitem sieht es großartig aus, die Schlucht mit dunklem Nadelwald, Wasserfällen, Felsen, die dicken Mauern. Innen drängen (...)
28. August 2008
Das pontische Gebirge, das sich im Norden der Türkei die Küste entlang zieht, schwingt sich kurz vor Georgien, bevor es in den Kleinen Kaukasus einbiegt, zu seinen höchsten Höhen auf. Die Kaçkarberge (auch (...)
20. August 2008
In der Steppe am Rand einer Schlucht, die heute die Grenze zwischen Türkei und Armenien bildet, liegen die Ruinen von Ani, im 10. Jh. die legendäre Hauptstadt Armeniens und als die Stadt der 1001 Kirchen (...)
20. August 2008
Krieg war im Kaukasus in den letzten Jahrtausenden fast der Normalzustand, man sollte meinen, sie wüssten gut genug, was Krieg bedeutet. An der gebirgigen Grenze zwischen Europa und Asien, Christentum und (...)
20. August 2008
Aus Borjomi im Kleinen Kaukasus kommt natürlich das berühmte Sodawasser, das nicht nur gesund macht, sondern auch noch hübsch. Interessanter ist allerdings der Borjomi-Kharagauli Nationalpark. (...)
20. August 2008
Auf der Fahrt von Kutaisi nach Borjomi war deutlich zu sehen, dass hier etwas passiert: endlose Militärkonvois und am Straßenrand winkende Menschenmassen, die den Soldaten zujubeln. So sieht es also aus, (...)
8. August 2008
Es wird Zeit, dass ich in ein Land weiterreise, in dem Alkohol nicht dermaßen ein Teil der Alltagskultur ist wie in Georgien. In meinem Homestay in Kutaisi gieße ich Wein aus Trinkhörnern in mich hinein, (...)
8. August 2008
Swanetien ist eine wilde, abgelegene Bergregion im Kaukasus. Phantastische mittelalterliche Bergdörfer ducken sich unter weißen Bergen mit Gipfeln zwischen vier- und fünftausend Metern. Zu fast jedem Haus (...)
8. August 2008
Georgier machen die Sowjets für alles Mögliche verantwortlich und Statuen von Lenin sind schon lange verschwunden. Ausgerechnet Stalin steht hingegen hier und dort noch auf seinem Sockel. "He might have (...)
8. August 2008
Die Fahrt von Yerevan zum Sevan-See lässt schon erahnen, wie enttäuschend Sevan sein wird. Auf der Strecke reihen sich die Stände aneinander, die Gummireifen und Badeanzüge verkaufen. Entsprechend ist der (...)
26. Juli 2008
Die selbst ernannte Republik Nogorno Karabakh wird von niemandem anerkannt, laut Völkerrecht ist sie noch immer ein Teil von Aserbaidschan. De Facto ein von Armenien besetzter Teil und für die hier (...)
21. Juli 2008
Am den Rand einer tief in die Berge eingeschnittenen Schlucht klammert sich wie ein Adlerhorst auf einer kleinen Plattform aus Basaltsäulen das von Mauern umgebene Kloster Tatev. Hinter der Schlucht mit (...)
21. Juli 2008
Blickt man über die Hauptstadt Armeniens, so breiten sich vor einem die Blocks aus Sowjetzeiten aus, grauer Beton und rosa Tufa, dazwischen prunkvolle Paläste der Diktatur das Proletariats, die sich im (...)
21. Juli 2008
Kazbegi Im Hohen Kaukasus, Georgien
Wie eine Parabel aus Eis schwingt sich der Kazbek über Kazbegi auf über 5000 m hinauf. Im Vordergrund thront, spektakulärer könnte man sich keinen Bauplatz ausdenken, auf alpinen Matten ein kleines (...)
10. Juli 2008
Der Kaukasus, ein über 1000 km langes Hochgebirge mit Gipfeln bis über 5000 m, ist Teil des alpidischen Orogengürtels. Er entstand durch die nordwärts gerichtete Bewegung (mit mehreren cm pro Jahr) der (...)
10. Juli 2008
Tiflis ist so europäisch wie es eine asiatische Stadt nur sein kann. Die Innenstadt ist voll von hippen Cafes und Bars, breite, von Bäumen gesäumte Straßen, es gibt exzellente Schablonengraffitis und jede (...)
10. Juli 2008
Auf dem Weg nach Westen biegen wir zum Bergdorf Lahiç ab, das für seine Kupferschmiede bekannt ist. Wie in alten Zeiten werden hier Kupfergefäße aller Art hergestellt und verziert.
Bei Qabala zeigt Micha (...)
8. Juli 2008
In der Umgebung von Baku gibt es einige kegelförmige kahle Hügel, die aussehen wie kleine Vulkane, komplett mit den typischen Erosionsrinnen. Manchmal ist auch ein frischer Schlammstrom zu sehen. Oben gibt (...)
8. Juli 2008
Xinaliq ist ein rustikales Bergdorf im Kaukasus, auf der Spitze eines Hügels drängen sich die dunklen, aus Tonstein und Holz gebauten Häuser. Auf der Suche nach einem Homestay hatten wir drei hier Pech, (...)
20. Juni 2008
Baku ist Öl. Am Horizont der Bucht ist eine ganze Reihe von Ölplattformen zu sehen, in der Vorstädten stehen an jeder Ecke und in jedem zweiten Vorgarten Ölpumpen und die weitere Umgebung der Stadt ist ein (...)
20. Juni 2008
Vom kaspischen Meer schrauben wir uns ein letztes Mal hinauf in die Berge. Ardabil liegt auf eine Hochebene zu Füßen des Vulkans Sabalan und hat ein hübsches Mausoleum aus dem 14. Jh. zu bieten. In der (...)
16. Juni 2008
Der Iran ist nicht für seine Strände bekannt. Natürlich müssen Männer und Frauen getrennt baden und zu diesem Zweck sind mit Wellblech umrahmte Strand- und Meerstücke abgetrennt. Der viele herumliegende (...)
16. Juni 2008
Eine Bergbesteigung bringt oft unerwartete Überraschungen und in diesem Fall lag es am Todestag von Khomeini und den vier Ferientagen, die zu einem regelrechten Exodus aus Teheran führten. Am Busbahnhof (...)
7. Juni 2008
Hier ist von den Frauen mehr zu sehen als sonst im Iran, die Kopftücher sind meist farbig und manchmal sind sie so weit nach hinten geschoben, dass sie fast herunter zu fallen drohen. Ein schwarzer Chador (...)
7. Juni 2008
Im Städtchen Kashan sehen wir uns eine Reihe traditioneller Haeuser aus dem 19. Jh an, natürlich die Häuser der Reichen, Prunk und Kitsch. Die anderen bekommt man ja nicht gezeigt, wenn sie nicht längst (...)
7. Juni 2008
Da hat sich Freiburg schon die schönste zur Partnerstadt erwählt. Die Parks und grünen Boulevards, der Fluss mit seinen alten Brücken und die Teehaeuser (hier gibt es sie) laden zum Verweilen ein, sehr (...)
7. Juni 2008
Die Wüstenstadt Yazd ist ein Gewirr aus engen Gassen zwischen Häusern aus lehmverputzten Lehmziegeln, braun in braun. Die Gassen wirken zum Teil unbewohnt und es ist ihnen nicht anzusehen, was für schmucke (...)
29. Mai 2008
In relativ kurzer Zeit errichteten die antiken Perser ein Reich, das von der heutigen Türkei bis an den Indus reichte. Bekanntlich klopften sie so heftig bei den Griechen an, dass diese nach heftiger (...)
29. Mai 2008
Wie ihr wisst stieg in der mesopotamischen Ebene die menschliche Zivilisation aus dem Schlamm auf, den die Flüsse Euphrat und Tigris zu diesem Zwecke her gaben. Nun ist die heutige Zeit nicht sehr (...)
20. Mai 2008
Manchmal beschleicht uns schon ein mulmiges Gefühl, wenn ein Iraner sich vor Begeisterung die Hände reibt, nur weil wir Deutsche sind. Hin und wieder kommen kurze Bemerkungen zu Hitler und dann scheint es, (...)
20. Mai 2008
Inmitten sanfter grüner Hügel liegt, fast wie ein Kratersee, ein tiefer, kreisrunder Quellsee auf einem von ihm selbst aufgebauten Travertinhuegel. In der Spaetantike, zur Zeit des Sassanidenreiches, war (...)
20. Mai 2008
Das Essen im Nahen Osten ist nun einmal ziemlich fleischdominiert und so kann es, wenn man mit einem Vegetarier zusammen reist, ziemlich anstrengend sein, etwas zu essen zu bekommen. Da läuft man zum (...)
20. Mai 2008
Als wir mit einem Minibus an der Grenze ankamen, standen auf der türkischen Seite mehrere Busladungen voll IranerInnen, die sich um die beiden offenen Schalter drängelten, schupsten, riefen und schimpften, (...)
19. Mai 2008
Sieben mal größer als der Bodensee ist der abflußlose und stark alkalische Vansee im Osten der Türkei. Südlich liegt das verschneite Taurusgebirge, während sich im Westen und Norden eine Kette von Vulkanen (...)
16. Mai 2008
Reisebericht Naher Osten: Türkei
Nemrut
Im Südosten der Türkei, wo die Ebene Mesopotamiens auf das Taurusgebierge trifft, liess vor 200 Jahren der König Antiochos auf dem Gipfel des Berges Nemrut einen Grabhügel aufschütten und von grossen (...)
10. Mai 2008
Einmal mehr wandere ich durch die märchenhafte Ignimbrit-Landschaft Kappadokiens. In den Tälern um Göreme kommen immer wieder skurril geformte Felsen in Blick, Türme und Kegel, Felsen mit einem Faltenwurf (...)
5. Mai 2008
Reisebericht Naher Osten: Türkei
Istanbul
Istanbul dient uns als sanfter Einstieg in den Nahen Osten, immerhin steht diese Stadt mit einem Bein noch in Europa. Eine phantastische Kulisse aus Kuppeln, Minaretten und Wasser, aber auch ein (...)
5. Mai 2008
Eine Reise in den Nahen Osten? Das erfordert natürlich ein wenig Vorbereitung und Glück. Manche der dortigen Länder wollen nämlich nicht jeden als Tourist im Land haben. Wer z.B. einen israelischen Stempel (...)
25. April 2008
Drei Wochen in der Türkei — exakt die Zeit des Krieges im Irak, was Miriam und mir einen billigen Flug beschert hat. Mich begeistert vor allem die Ignimbritlandschaft von Kappadokien, die in (...)
2. Mai 2003