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		<title>Vulkanausbr&#252;che und Vulkanformen</title>
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		<dc:creator>Riannek</dc:creator>

<category domain="http://www.riannek.de/spip.php?rubrique3">Steine</category>

		<dc:subject>Steine</dc:subject>
		<dc:subject>Vulkane</dc:subject>

		<description>Im vorherigen Artikel (Wo kommt das Magma her?) haben wir gesehen, wie und wo Magmen gebildet werden und warum es unterschiedliche Magmen gibt. In diesem Artikel werden wir sehen, wie es zu unterschiedlichen Vulkaneruptionen und zu verschiedenen Vulkantypen kommt. &lt;br /&gt;Die Frage, welche Vulkane aktiv sind, ist schwer zu kl&#228;ren. In der Regel bezeichnet man alle Vulkane als aktiv, die in historischer Zeit ausgebrochen sind, doch finden die gr&#246;&#223;ten Eruptionen an Vulkanen statt, die &#252;ber diese (...)


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Im vorherigen Artikel (&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article180&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Wo kommt das Magma her?&lt;/a&gt;) haben wir gesehen, wie und wo Magmen gebildet werden und warum es unterschiedliche Magmen gibt. In diesem Artikel werden wir sehen, wie es zu unterschiedlichen Vulkaneruptionen und zu verschiedenen Vulkantypen kommt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Frage, welche Vulkane aktiv sind, ist schwer zu kl&#228;ren. In der Regel bezeichnet man alle Vulkane als aktiv, die in historischer Zeit ausgebrochen sind, doch finden die gr&#246;&#223;ten Eruptionen an Vulkanen statt, die &#252;ber diese Zeit hinweg ruhig waren. Alle Vulkane, die in den letzten 10000 Jahren (d.h. nach der letzten Eiszeit) ausgebrochen sind, k&#246;nnen potentiell wieder aktiv werden.&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_520 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;width:200px;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L200xH150/jpg_semeru-8d3ef.jpg' width='200' height='150' alt='Ascheneruption ' style='height:150px;width:200px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:200px;'&gt;&lt;strong&gt;Ascheneruption &lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:200px;'&gt;Semeru (Java)&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Vulkanausbr&#252;che k&#246;nnen auf sehr unterschiedliche Weise vonstatten gehen: vom relativ stillen Ausfluss eines Lavastromes bis hin zur explosiven plinianischen Eruption, bei der eine riesige Aschenwolke 10 bis 40 km in die H&#246;he steigt. Was eine explosive Eruption verursacht ist vor allem der im Magma enthaltene Gasgehalt (Wasserdampf, CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; usw.), der eine kritische Grenze erreichen kann: &#228;hnlich wie beim &#214;ffnen einer warmen, zuvor gesch&#252;ttelten Flasche Limonade spritzt die Schmelze schaumf&#246;rmig aus dem Schlot. Die Dynamik, mit der eine Eruption abl&#228;uft, h&#228;ngt daher sehr stark von der Zusammensetzung (basisch oder sauer) und damit von den physikalischen Eigenschaften des Magmas wie Viskosit&#228;t, Gasgehalt usw. ab, aber auch von externen Einfl&#252;ssen, wie in das System eindringendes Wasser. Eruptionen von Basalt verlaufen relativ ruhig, w&#228;hrend saure, gasreiche Magmen zu sehr explosiven Ausbr&#252;chen f&#252;hren. F&#252;r jede &quot;Sorte&quot; von Vulkanen gibt es auch die dazugeh&#246;rige typische Eruptionsform, was aber nicht hei&#223;t, dass ein Vulkan sich immer daran halten m&#252;sste: viele Vulkane wechseln beispielsweise zwischen Eruptionen von basischer Lava und hochexplosiven Eruptionen saurer Schmelzen. Daher kann oft an einem einzigen Vulkan eine Vielfalt an vulkanischen Formen beobachtet werden.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Pillows am Mittelozeanischen R&#252;cken&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Basalt, der am Mittelozeanischen R&#252;cken entlang von Spalten austritt, wird durch das Meerwasser sofort an der Oberfl&#228;che abgeschreckt. Es entsteht ein Kissen mit einer glasig erstarrten H&#252;lle, das bis zu einer gewissen Gr&#246;&#223;e w&#228;chst und dann von der Spalte weg kullert um letztlich vollst&#228;ndig zu erstarren. Solche Kissenlaven (engl. Pillows) sind typisch f&#252;r den Boden der Tiefsee.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Schildvulkane und Hawaiianische Eruptionen&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_518 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:242px;' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L242xH88/hawaii-27e92.png' width='242' height='88' alt=&quot;&quot; style='height:88px;width:242px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/span&gt;Die Inseln Hawaii sind die Typlokalit&#228;t der hawaiianischen Eruptionen: der relativ ruhige Ausfluss von Lava, oft entlang von Spalten. Dabei kann es auch einmal (bei h&#246;herem Gasgehalt) zu gro&#223;en Font&#228;nen kommen. Typisch f&#252;r diese Art von Eruptionen sind gro&#223;e Lavastr&#246;me. Diese k&#246;nnen je nach Viskosit&#228;t verschiedene Formen annehmen: hei&#223;e Lava ist d&#252;nnfl&#252;ssig und bildet sogenannte Pahoehoe Lava (Stricklava): relativ d&#252;nne, schnell flie&#223;ende Lavastr&#246;me mit einer Oberfl&#228;che, die an einen in Falten geworfenen Stoff erinnert. K&#252;hlere Lava ist z&#228;hfl&#252;ssig, die bereits st&#228;rker abgek&#252;hlte Oberfl&#228;che zerbricht zu gro&#223;en Bl&#246;cken, es bilden sich dicke Aa-Lavastr&#246;me, die sich relativ langsam, aber unaufhaltsam vorw&#228;rtsbewegen. Wenn die Oberfl&#228;che eines Lavastr&#246;mes erstarrt ist, k&#246;nnen sich Tunnelsysteme bilden, in denen die fl&#252;ssige Lava vor Abk&#252;hlung besser gesch&#252;tzt ist und dadurch schneller und weiter flie&#223;en kann. Diese Tunnelsysteme bleiben manchmal nach dem Ende der Eruption erhalten.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Diese Art von Eruption f&#252;hrt zur Bildung von Schildvulkanen: relativ flache Kegel, die aber eine beachtliche Gr&#246;&#223;e erreichen k&#246;nnen. Tats&#228;chlich ragen die Schildvulkane von Hawaii &#252;ber 10000 m &#252;ber dem Meeresboden auf. Schildvulkane sind typisch f&#252;r die &#252;ber Hot Spots liegenden Vulkaninseln, an denen gro&#223;e Mengen von Basalt gef&#246;rdert werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Es kann auch zu einer Bildung eines Lavasees im Krater kommen, die Vulkane Erta Ale (&#196;thiopien) und Nyiragongo (D.R. Congo) sind bekannt daf&#252;r.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Schlackenkegel und Strombolianische Eruptionen&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_519 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:122px;' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L122xH113/strombolianisch-516c3.png' width='122' height='113' alt=&quot;&quot; style='height:113px;width:122px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/span&gt;Strombolianische Eruptionen sind schon etwas explosiver als die Hawaiianischen. Durch gro&#223;e Gasblasen, die in der im Schlot stehenden Basaltschmelze platzen, werden Lavafetzen auf ballistischen Bahnen (hier gelten die selben Formeln wie f&#252;r Kanonenkugeln!) in alle Richtungen durch die Luft geschleudert: es sieht aus wie ein Feuerwerk. Gr&#246;&#223;ere Lavafetzen nennt man Bomben, sie sind oft durch ihren Flug spindelf&#246;rmig gedreht. Kleinere Lavafetzen werden als Schlacken bezeichnet. Sind die Lavafetzen beim Aufprall noch hei&#223; genug, verschwei&#223;en sie zu einem festen Gestein oder flie&#223;en als Lavastrom den Berg hinunter.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der italienische Vulkan Stromboli ist bekannt daf&#252;r, dass er relativ zuverl&#228;ssig mehrmals pro Stunde eine Eruption dieser Art hat. Strombolianische Eruptionen k&#246;nnen auch am Hauptkrater von gr&#246;&#223;eren Vulkanen vorkommen, typisch ist jedoch die Bildung kleiner, &#252;berwiegend aus Lockermaterial aufgebauter Schlackenkegel (engl. cinder cone), die oft an den Flanken von gr&#246;&#223;eren Vulkanen zu finden sind.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Vulkanianische Eruptionen&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Vulkanianische Eruptionen erinnern an Kanonensch&#252;sse, bei einer kurzen aber heftigen Explosion werden Asche und gro&#223;e Bomben ausgesto&#223;en. Oft folgen viele derartige Sch&#252;sse direkt aufeinander. Die eher kantigen Bomben werden an der Oberfl&#228;che abgeschreckt, da sich aber das Innere aufgrund des Gasgehaltes ausdehnt, bricht die Kruste wieder auf. Man spricht daher von Brotkrustenbomben. Die dazugeh&#246;rigen Magmen sind meist Andesite oder Dazite mit hohem Gasgehalt, aber schlagartiges Verdampfen von externem Wasser spielt auch eine Rolle. Namensgebend ist die italienische Insel &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article113&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Vulcano&lt;/a&gt;, die 1888-1890 auf diese Weise aktiv war.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Tuffringe und Maare&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Sind w&#228;hrend der Eruption gr&#246;&#223;ere Mengen von Wasser vorhanden, verdampft dieses bei Kontakt mit der Schmelze schlagartig in heftigen, schnell aufeinander folgenden Dampfexplosionen. Diese Interaktion von Magma und Wasser nennt man phreatomagmatisch. Die entstehenden Druckwellen aus hei&#223;en Gasen und feiner Asche (Surge) bauen mit der Zeit einen Tuffring auf, ein gro&#223;er ringf&#246;rmiger Krater aus feiner, lockerer Asche und viele Nebengesteinsfragmenten. Findet der Kontakt von Wasser und Magma in gr&#246;&#223;erer Tiefe statt, kommt es zur Bildung von Maaren: tiefe, oft sp&#228;ter mit Wasser gef&#252;llte Krater, die von einem niedrigen Aschewall umgeben sind.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Stratovulkane und plinianische Eruptionen&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Bei gr&#246;&#223;erer Explosivit&#228;t kommt es zu Ascheneruptionen, die ab einer bestimmten St&#228;rke als plinianische Eruptionen bezeichnet werden, die typisch f&#252;r gasreichen sauren Vulkanismus an Subduktionszonen sind. Bei diesen steigt eine Aschenwolke 10 bis 40 km in die H&#246;he, dabei werden unglaubliche Mengen gef&#246;rdert. Diese Aschenwolken k&#246;nnen in verschiedene Bereiche unterteilt werden: im unteren Bereich die Schubregion, in der durch die D&#252;senwirkung des Schlotes ein schneller laminarer Aufstieg erreicht wird, die Auftriebsregion, in der es durch die Hitze zu einem konvektivem Auftrieb kommt, sowie die Schirmregion, in der die bereits abgek&#252;hlten Partikel in gro&#223;er H&#246;he durch Winde erfasst und verfrachtet werden, bis sie wieder abregnen. Dabei kommt es zu einer guten Sortierung: gr&#246;&#223;ere Partikel von &quot;gefrorenem Schaum&quot; regnen als Bims in der N&#228;he wieder ab und k&#246;nnen Lagen von 20-30 m M&#228;chtigkeit bilden, kleinere Partikel (Asche) werden weiter transportiert und k&#246;nnen in 100 km Entfernung noch eine mehrere Zentimeter dicke Schicht bilden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_511 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH205/plinian-6a668.png' width='350' height='205' alt=&quot;plinianische Eruption&quot; title=&quot;plinianische Eruption&quot; style='height:205px;width:350px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Name dieser Eruptionsform leitet sich von Plinius dem J&#252;ngeren ab, der die Eruption des &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article113&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Vesuvs&lt;/a&gt; von 79 n. Chr., die zur Zerst&#246;rung von Pompeii gef&#252;hrt hat, beobachtet und beschrieben hat. Plinianische Eruptionen finden an den betreffenen Vulkanen in Abst&#228;nden von hunderten bis mehreren tausend Jahren statt. Sie sind typisch f&#252;r die gro&#223;en Stratovulkane, gro&#223;e Kegel, die nach oben hin immer steiler werden wie Mount Fuji, Mayon und Vesuv. Diese k&#246;nnen auch andere Eruptionsformen wie Lavafont&#228;nen und -str&#246;me oder Dome zeigen, sie werden im Englischen daher oft als &#8222;composite volcanoe&#8220; bezeichnet.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Lavadom&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Saure Schmelzen k&#246;nnen nicht nur in hochexplosiven plinianischen Eruptionen gef&#246;rdert werden, sie k&#246;nnen auch als &#228;u&#223;erst z&#228;hfl&#252;ssige Masse wie Zahnpasta aus der Tube gepresst werden. Dies bezeichnet man als Dom oder Staukuppe. F&#252;r manche Vulkane ist die Ausbildung eines gro&#223;en Domes typisch, oft entsteht ein kleinerer Dom auch nach einer plinianischen Eruption im Krater eines Stratovulkanes. Der Hohentwiel im Hegau oder das s&#252;dliche Lipari sind ein &#228;ltere Beispiele f&#252;r Staukuppen, aktuellere Beispiele sind die Vulkane &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article76&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Merapi&lt;/a&gt; (auf Java) und Unzen (Japan). Typischerweise w&#228;chst der Dom langsam bis zu einer gewissen Gr&#246;&#223;e, bis er instabil wird und die Flanke abbricht. Das im hei&#223;en inneren enthaltene Gas kann in diesem Moment schlagartig frei werden, so dass der Kollaps zus&#228;tzlich verst&#228;rkt wird. Es kommt zur Bildung von Glutwolken, eine Wolke aus Staub, Bl&#246;cken und hei&#223;en Gasen, die mit gro&#223;er Geschwindigkeit den Kegel hinunter rast. Ein derartiges Ereignis an der Montagne Pel&#233;e (Karibik) l&#246;schte 1902 eine ganze Stadt aus.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_512 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH227/jpg_merapi-709ef.jpg' width='350' height='227' alt='Der aktive Dom des Merapi (2005)' style='height:227px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Der aktive Dom des Merapi (2005)&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Glutwolken&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Glutwolken (Pyroklastische Str&#246;me) entstehen durch den Kollaps von Domen (als &quot;Block+Asche Str&#246;me&quot;), sie k&#246;nnen aber auch durch den Kollaps einer Eruptionss&#228;ule (bei einer plinianischen Eruption oder bei gro&#223;en Spalteneruptionen) entstehen: die dadurch gebildeten &quot;Bims+Asche Str&#246;me&quot; werden Ignimbrit genannt, der entweder verschwei&#223;t als festes Gestein vorliegt (wenn er bei der Ablagerung hei&#223; genug war, die sog. &quot;Fiamme&quot; sind in Flie&#223;richtung verformte Bimssteine), oder als Lockermaterial. Eine dritte Variante von pyroklastischen Str&#246;men sind durch phreatomagmatische Explosionen (d.h. durch Wasserdampfexplosionen, wenn externes Wasser in das magmatische System eindringt) erzeugte Surges, die aus hei&#223;en Gasen und Asche bestehen und zu d&#252;nenf&#246;rmigen Ascheablagerungen f&#252;hren.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Glutwolken geh&#246;ren zu den gef&#228;hrlichsten Vulkaneruptionen, da sie v&#246;llig unvorhergesehen entstehen k&#246;nnen und sich mit sehr gro&#223;er Geschwindigkeit fortbewegen. Sie sind nicht nur von t&#246;tlicher Hitze, sie k&#246;nnen auch ganze St&#228;dte in eine Tr&#252;mmerlandschaft verwandeln.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Obsidianstr&#246;me&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Unter Umst&#228;nden k&#246;nnen auch saure Zusammensetzungen zu Lavastr&#246;men f&#252;hren, diese sind aber so z&#228;hfl&#252;ssig, dass sie es nicht weit schaffen. Diese Laven sind oft zu einem Glas erstarrt (d.h. es haben sich keine Kristalle gebildet) und werden dann als Obsidian bezeichnet. Die Bewegung in solchen Str&#246;men findet entlang von d&#252;nnen Lagen statt, in denen sich kleine Gasbl&#228;schen angesammelt haben, w&#228;hrend die Bereiche dazwischen starr bleiben (Gleitbrettflie&#223;en). Dabei kann es zu Rampenstrukturen kommen, wenn die Bewegung durch ein Hindernis oder durch Abk&#252;hlung an der Front aufw&#228;rts gelenkt wird. Die Oberfl&#228;che von Obsidianstr&#246;men ist zu Bl&#246;cken zerbrochen, weshalb man auch von Blocklava spricht. Beispiele f&#252;r Obsidianstr&#246;me finden sich auf &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article113&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Lipari&lt;/a&gt; (Italien), bei &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article169&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Landmannalaugar&lt;/a&gt; (Island) oder s&#252;dlich des &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article131&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Mono&lt;/a&gt; Lakes (Kalifornien).&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Flankenkollaps&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_517 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:242px;' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L242xH96/flankenkollaps-cbed3.png' width='242' height='96' alt=&quot;Flankenkollaps&quot; title=&quot;Flankenkollaps&quot; style='height:96px;width:242px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/span&gt;Der Ablauf der Eruption des Mount St. Helens (USA) im Jahre 1980 war f&#252;r Vulkanologen eine &#220;berraschung: im Vulkankegel aufsteigendes Magma verformte den Berg so stark, dass er instabil wurde und nach einem Erdbeben die Gipfelregion in einem gewaltigen Bergsturz seitlich wegbrach, was letztlich eine plinianische Eruption ausl&#246;ste. Durch den Flankenkollaps war ein tiefer, hufeisenf&#246;rmiger Krater entstanden, dessen Boden 700 m tiefer als der urspr&#252;ngliche Gipfel liegt. Das hier fehlende Gestein bildet nun eine h&#252;gelige Landschaft (engl.: hammocks) am Fu&#223; des Kegels.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Sp&#228;ter hat man festgestellt, dass &#228;hnliche Strukturen an sehr vielen Vulkanen zu finden sind, diese waren aber zuvor &#252;bersehen oder anders interpretiert worden. Wir m&#252;ssen also davon ausgehen, dass Vulkankegel relativ instabile Gebilde sind, die hin und wieder auch kollabieren k&#246;nnen. Mit der Zeit kann sich im inneren ein neuer Kegel aufbauen, der irgendwann die Abbruchstruktur wieder &#252;berdeckt.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Caldera&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_516 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:242px;' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L242xH123/caldera-3b86b.png' width='242' height='123' alt=&quot;Caldera&quot; title=&quot;Caldera&quot; style='height:123px;width:242px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/span&gt;Bei gro&#223;en Eruptionen werden gewaltige Magmenmengen gef&#246;rdert. Unter Umst&#228;nden kann das Dach der unter dem Vulkan liegenden Magmenkammer einst&#252;rzen, was zu einem Einsinken des dar&#252;ber liegenden Gebiets f&#252;hrt. Diese krater&#228;hnliche Struktur wird Caldera genannt. Plinianische Eruptionen k&#246;nnen zur Bildung einer Caldera mit einigen Kilometern Durchmesser f&#252;hren, in deren Zentrum oft ein neuer Vulkankegel w&#228;chst, wie die Sommacaldera des Vesuv oder das griechische &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article117&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Santorin&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Es gibt auch wesentlich gr&#246;&#223;ere Calderen, die sich bei Spalteneruptionen von gigantischen Ignimbrit-Mengen gebildet haben, was in historischer Zeit allerdings nie passiert ist. Oft sind sie in mehreren Phasen entstanden, deren Eruptionen einige 100000 Jahre auseinander liegen. Die in vier Phasen entstandene &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article70&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Toba&lt;/a&gt;-Caldera (auf Sumatra) hat beispielsweise eine Gr&#246;&#223;e von 30x100 km. Aus der Mitte des im inneren liegenden Sees ist sp&#228;ter eine Insel gehoben worden, da neues Magma in die Magmenkammer eingedrungen ist.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Fumarolen&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Magmatische Gase spielen bei den Eruptionen eine gro&#223;e Rolle, sie treten aber nicht nur w&#228;hrend einer Eruption aus. In Vulkangebieten wird oft Wasserdampf in sogenannten Fumarolen freigesetzt, der in der Luft zu kleinen W&#246;lkchen kondensiert. Oft sind auch andere Gase wie CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; und H&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;S beteiligt. In manchen F&#228;llen (wie auf &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article113&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Vulcano&lt;/a&gt;) kommt es zur Ablagerung von Schwefel, wobei sich filigrane Kristalle bilden k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In Vulkangebieten bilden sich Hydrothermalsysteme, Wasser wird erhitzt und zirkuliert durch das Gestein, das dabei stark alteriert wird. Typisch sind wei&#223;e oder bunt gef&#228;rbte, weiche H&#252;gel, hei&#223;e Quellen, Mudpools mit kochendem Schlamm oder gar Geysire.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Lahare&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Vor allem die gro&#223;en Stratovulkane bestehen zu einem guten Teil aus vulkanischem Lockermaterial (Zusammengefasst unter dem Begriff Tephra). Gro&#223;e Wassermengen k&#246;nnen dieses wegschwemmen und Schlammstr&#246;me bilden, die wie fl&#252;ssiger Beton abw&#228;rts flie&#223;en und dort zu einer festen Masse trocknen. Diese Lahare k&#246;nnen durch Eruptionen ausgel&#246;st werden (beispielsweise wenn ein Gletscher im Gipfelbereich schmilzt), aber auch durch starke Regenf&#228;lle.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Vorhersage&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Vorhersage von Eruptionen ist an gut &#252;berwachten Vulkanen relativ zuverl&#228;ssig. Ausbr&#252;che k&#252;ndigen sich durch Erdbeben (vulkanischer Tremor), eine Verformung des Kegels, aber auch durch Schwankungen von Temperatur und Zusammensetzung der Gase an Fumarolen an. Diese Daten werden mit Seismographen, Neigungsmessern, GPS-Stationen und Gasanalysen gesammelt. Zus&#228;tzlich werden die Ablagerungen vergangener Eruptionen studiert, um die Ausma&#223;e eines zu erwartenden Vulkanausbruchs einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;hr class=&quot;spip&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Zur&#252;ck:&lt;/strong&gt; Teil 1 - &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article180&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Wo kommt das Magma her?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;hr class=&quot;spip&quot; /&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Literatur&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Schmincke (2000). Vulkanismus. &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt.&lt;/i&gt; Ein hervorragendes Lehrbuch zur Vulkanologie.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Winter (2001). An introduction to igneous and metamorphic petrology. &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Pretince-Hall.&lt;/i&gt; Deutschsprachige Lehrb&#252;cher zur magmatischen Petrologie (wie entstehen Schmelzen, wie entwickeln sie sich?) sind leider rar.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Best, Christiansen (2001). Igneous Petrology. &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Blackwell Science.&lt;/i&gt; Ein weiteres englischsprachiges Lehrbuch zur magmatischen Petrologie.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Frisch, Meschede (2005). Plattentektonik . &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Primus Verlag.&lt;/i&gt; Wer mehr &#252;ber Plattentektonik wissen will, ist mit diesem Lehrbuch gut bedient.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Links&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.volcano.si.edu/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Global Volcanism Program (Smithsonian Inst.)&lt;/a&gt; aktuelle Eruptionsberichte&lt;br/&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.swisseduc.ch/stromboli/index-de.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Stromboli Online&lt;/a&gt; Vulkane der Welt&lt;br/&gt;
&lt;a href=&quot;http://vulkane.net/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Vulkane.net&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.geology.sdsu.edu/how_volcanoes_work/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;How Volcanoes Work&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;/p&gt; &lt;hr class=&quot;spip&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;small&gt;Anmerkung: Dieser Artikel beruht auf einem Vortrag (&quot;Wie Vulkane funktionieren&quot;), den ich vor einiger Zeit im Rahmen einer Ringvorlesung gehalten habe.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Wo kommt das Magma her?</title>
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		<dc:creator>Riannek</dc:creator>

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		<dc:subject>Steine</dc:subject>
		<dc:subject>Vulkane</dc:subject>

		<description>Die Gesteinsschmelze, die bei Vulkanausbr&#252;chen in spektakul&#228;rer Weise als Lavastrom, Aschenwolke, Bims oder Glutlawine in Erscheinung tritt (siehe dazu Teil 2 dieses Artikels), stammt aus dem Innersten der Erde. Bevor sie an die Oberfl&#228;che tritt, wird diese Schmelze (in der auch Wasser und Gase gel&#246;st sind und in der Regel schon unz&#228;hlige Kristalle schwimmen) als Magma bezeichnet. Doch wo und unter welchen Bedingungen entsteht dieses Magma und wie kommt es zu den unterschiedlichen (...)

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&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?mot8" rel="tag"&gt;Steine&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?mot23" rel="tag"&gt;Vulkane&lt;/a&gt;

		</description>






 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Gesteinsschmelze, die bei Vulkanausbr&#252;chen in spektakul&#228;rer Weise als Lavastrom, Aschenwolke, Bims oder Glutlawine in Erscheinung tritt (siehe dazu &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article181&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Teil 2&lt;/a&gt; dieses Artikels), stammt aus dem Innersten der Erde. Bevor sie an die Oberfl&#228;che tritt, wird diese Schmelze (in der auch Wasser und Gase gel&#246;st sind und in der Regel schon unz&#228;hlige Kristalle schwimmen) als Magma bezeichnet. &lt;span class='spip_document_506 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:155px;' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L155xH428/schalenbau-ef72c.png' width='155' height='428' alt=&quot;&quot; style='height:428px;width:155px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/span&gt; Doch wo und unter welchen Bedingungen entsteht dieses Magma und wie kommt es zu den unterschiedlichen Eigenschaften, die die unterschiedlichen Eruptionsformen hervorrufen?&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Der Schalenbau der Erde und der Erdmantel&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das Magma stammt in der Regel aus dem Erdmantel. Wir wissen, dass die Erde aus Schalen aufgebaut ist, die durchaus mit einem Ei zu vergleichen sind: unter einer d&#252;nnen, uns ganz gut bekannten Kruste befindet sich der Erdmantel (sozusagen das Eiwei&#223;), im Zentrum der Erdkern (entsprechend dem Eigelb). Der Kern besteht aus einer Eisen-Nickel-Legierung, der im Inneren Erdkern fest, im &#196;u&#223;eren Erdkern fl&#252;ssig ist.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Mantel ist entgegen der weit verbreiteten Meinung nicht fl&#252;ssig, sondern fest. Er ist aber wie alle hei&#223;en Gesteine verformbar, wenn auch nicht ganz so gut wie Knete. Der Unterschied zur Kruste besteht in der Zusammensetzung: Elemente wie Magnesium sind im Mantel mit sehr viel gr&#246;&#223;erem Anteil vorhanden als in der Kruste, in der hingegen beispielsweise besonders gro&#223;e Ionen wie Kalium und Natrium, aber auch Aluminium und Silizium h&#228;ufiger sind. Warum das so ist (und letztlich warum es diesen Schalenbau &#252;berhaupt gibt), liegt daran, dass unter dem in der Tiefe herrschendem extremen Druck nur bestimmte Minerale vorkommen k&#246;nnen, in deren dicht gepackte Struktur manche Elemente sehr gut, andere Elemente so gut wie gar nicht hinein passen.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_507 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L356xH138/diagramme-917bd.png' width='356' height='138' alt='' style='height:138px;width:356px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Durchschnittliche Zusammensetzungen von Mantel, kontinentaler Kruste und Basalt. Alles Eisen als FeO.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Natur hat uns den Gefallen getan, hin und wieder St&#252;cke aus dem Erdmantel an die Oberfl&#228;che zu bringen: manche Vulkane haben Bruchst&#252;cke (Mantelknollen oder Olivinknollen genannt) aus der Quellregion ihrer Magmen mitgebracht. Bei der Entstehung eines Gebirges k&#246;nnen mitunter sogar Sp&#228;ne in der Gr&#246;&#223;e eines Berges (wie z.B. bei &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article146&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Zermatt&lt;/a&gt;) in das Gebirge eingebaut werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das entsprechende Gestein wird Peridotit (weiter unterteilt in Lherzolith, Harzburgit usw.) genannt. Es besteht &#252;berwiegend aus drei (in der Zusammensetzung recht &#228;hnlichen) Mineralen:&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Olivin MgSiO&lt;sub&gt;4&lt;/sub&gt;&lt;br/&gt;
Klinopyroxen (Diopsid) CaMg Si&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;O&lt;sub&gt;6&lt;/sub&gt;&lt;br/&gt;
Orthopyroxen (Enstatit) Mg&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; Si&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;O&lt;sub&gt;6&lt;/sub&gt;&lt;br/&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Bei allen dreien kann Mg gegen Fe&lt;sup&gt;2+&lt;/sup&gt; ausgetauscht werden, das System besteht also bisher nur aus MgO, FeO, CaO und SiO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;. Dazu kommt noch eine aluminiumhaltige Phase, dies ist je nach Druck Plagioklas (nur bei sehr niedrigem Druck), Spinell oder bei hohem Druck Granat.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_513 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH260/jpg_lherzolith-42b64.jpg' width='350' height='260' alt='Mantelgestein' style='height:260px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Mantelgestein&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Spinell-Lherzolith (&quot;Olivinknolle&quot;) aus der Eifel und Granat-Peridotit aus &#197;heim, Norwegen.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Tats&#228;chlich gilt diese mineralogische Zusammensetzung nur f&#252;r den oberen Erdmantel. Im unteren Mantel liegt die selbe chemische Zusammensetzung in anderen Phasen vor, was jedoch kaum Auswirkungen auf unsere Vulkane hat.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Peridotit ist sehr anf&#228;llig gegen&#252;ber Wasser: durch die Aufnahme von Wasser bildet sich das gr&#252;nlich-schwarze Mineral Serpentin, ist das gesamte Gestein hydratisiert, wird dieses Serpentinit genannt. Sind bei der Umwandlung neben Wasser auch noch gro&#223;e Mengen CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; vorhanden, bildet sich hingegen Speckstein: ein leicht zu bearbeitendes Gestein, das &#252;berwiegend aus den weichen Mineralen Talk und Magnesit (MgCO&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt;) besteht.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Schmelzbildung im Mantel und die Plattentektonik&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_508 spip_documents spip_documents_left' style='float:left; width:243px;' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L243xH323/schmelzbildung-144e7.png' width='243' height='323' alt=&quot;&quot; style='height:323px;width:243px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Doch wie schaffen wir es, den Mantel zu schmelzen? Im Phasendiagramm links ist die Temperatur gegen die Tiefe (= Druck) aufgetragen. Ist die Temperatur hoch genug (orange im Diagramm), beginnt das Mantelgestein zu schmelzen. Diese Schmelze hat eine andere Zusammensetzung als der Mantel (es entsteht Basalt), aber das k&#246;nnen wir erst sp&#228;ter verstehen. Die im Diagramm wei&#223; gezeichnete Kurve ist der Geotherm: er zeigt uns die normalerweise bei der jeweiligen Tiefe herrschende Temperatur. Wie wir sehen, kommt dieser dem orangenen Feld nahe, es reicht aber nicht ganz, um eine Schmelze zu bilden. Die einfachste M&#246;glichkeit ist, die Temperatur in einer bestimmten Tiefe zu erh&#246;hen. Dies passiert tats&#228;chlich, wenn Mantelgestein aus tieferen und damit hei&#223;eren Bereichen aufsteigt. Die andere M&#246;glichkeit ist, die Schmelzkurve selbst zu verschieben: wenn gr&#246;&#223;ere Mengen an Wasser im Mantel vorhanden sind, reichen bereits wesentlich niedrigere Temperaturen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Schauen wir einmal an, wo &#252;berhaupt Vulkane vorkommen. Wir wissen, dass die Kontinente sich &#252;ber die Erdoberfl&#228;che bewegen. Auch die Ozeanb&#246;den bestehen aus einzelnen beweglichen Platten. Diese Platten bestehen aus der Kruste und dem aller obersten, starren Teil des Erdmantels (Lithosph&#228;re), und &quot;schwimmen&quot; auf dem verformaren Teil des Mantels (Asthenosph&#228;re). Eine Karte dieser Platten und ihrer Nahtstellen hat sicher jeder schon einmal gesehen. Die meisten Vulkane treten an den Nahtstellen dieser Platten auf. Der erste Prozess (aufsteigender Mantel) findet an den Mittelozeanischen R&#252;cken und an den &quot;Hot Spots&quot; statt, der zweite Prozess (Erniedrigung der Schmelztemperatur durch Wasser) an den Subduktionszonen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_515 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L385xH256/plattentektonik-792e4.png' width='385' height='256' alt=&quot;&quot; style='height:256px;width:385px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;An den &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Mittelozeanischen R&#252;cken&lt;/strong&gt; werden die Platten auf beiden Seiten voneinander weg bewegt. Da der unter der ozeanischen Kruste liegende Mantel mitgezogen wird, steigt direkt unter den Mittelozeanischen R&#252;cken Mantelmaterial auf: hier bilden sich also Schmelzen, die durch aufgerissene Spalten aufsteigen und neue ozeanische Kruste bilden. Die Schmelzraten im Mantel sind dabei so gro&#223; (etwa 20%), dass der Peridotit seine Zusammensetzung deutlich &#228;ndert: aus einem Lherzolith (Olivin, Klinopyroxen, Orthopyroxen) wird ein Harzburgit (nur Olivin und Orthopyroxen), der in Aluminium, Kalzium und den sogenannten inkompatiblen Elementen (d.h. alles, was nicht so wirklich in die Mantelminerale passt) stark verarmt ist.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die neu gebildete Kruste aus Basalt wandert langsam von den R&#252;cken weg, wird durch das Meer und hydrothermale Systeme alteriert und von Sedimenten bedeckt. M&#246;glicherweise wird auch der lithossph&#228;rische Mantel zum Teil zu Serpentinit hydratisiert.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Da die Erde nicht w&#228;chst, muss an anderer Stelle die ozeanische Kruste wieder verschwinden: sie taucht in den &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Subduktionszonen&lt;/strong&gt; unter andere Platten (unter ozeanische Kruste wie am Tonga-Bogen oder kontinentale Kruste wie bei den Anden) ab. Hat diese abtauchende Platte eine gewisse Tiefe erreicht, werden wasserhaltige Minerale aufgrund des Drucks instabil und wandeln sich zu wasserfreien Mineralen um. Das freigewordene Wasser steigt in den dar&#252;ber liegenden Mantelkeil auf und kann nun hier zur Schmelzbildung beitragen (tats&#228;chlich wird der Mantel, nicht die abtauchende Kruste aufgeschmolzen). Diese Schmelzen sind sehr wasserreich, weshalb es an Subduktionszonen h&#228;ufig sehr explosive Vulkane gibt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die abtauchende Lithosph&#228;re ist k&#228;lter und daher schwerer als der umgebende Mantel (aus evtl. vorhandenem leichtem Serpentinit ist durch Entw&#228;sserung wieder Peridotit geworden, aus Basalt ist das schwere Hochdruckgestein Eklogit geworden) und zieht daher nach unten. Dieser Zug d&#252;rfte tats&#228;chlich der wichtigste Motor f&#252;r die Plattentektonik sein. Wissenschaftler konnten mit seismischen Methoden nachweisen, dass die Platten zum Teil bis zur Kern-Mantel-Grenze abtauchen, wo sich das im Vergleich zum durchschnittlichen Mantel &quot;angereicherte&quot; Material ansammelt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Von der Kern-Mantel-Grenze kann Mantelmaterial als Diapir (engl. Plume) wieder aufsteigen, in etwa so, wie wir es von einer Lavalampe kennen. In geringerer Tiefe bilden sich &#228;hnlich wie an den Mittelozeanischen R&#252;cken basaltische Schmelzen, nur dass diese hier eine angereicherte Komponente haben. Diese &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Hot Spots&lt;/strong&gt; sind ortsfest, die Platten bewegen sich &#252;ber sie hinweg, so dass Vulkaninseln wie Hawaii der Endpunkt einer lange Kette erloschener Vulkane (Tiefseeberge) sind.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Manteldiapire sind oft pilzf&#246;rmig. Kommt der Kopf des Diapirs in die H&#246;he, bilden sich oft zun&#228;chst Flutbasalte, die entlang von Spalten eruptieren und hundertausende von Quadratkilometern &#252;berdecken k&#246;nnen. Ein Beispiel sind die Flutbasalte der Dekkan Traps (gegen Ende der Kreidezeit) in Indien. Der dazugeh&#246;rige Hot Spot ist heute unter der Vulkaninsel La Reunion noch aktiv.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Steigt ein Manteldiapir unter einem Kontinent auf, kommt es zur Dehnung der kontinentalen Kruste und letztlich zur Bildung eines Grabensystemes. Doch auch wenn Dehnung der Kruste durch andere Faktoren ausgel&#246;st wurde, kommt es unter dem sich bildenden &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Graben&lt;/strong&gt; zu einer Aufw&#246;lbung des asthenosph&#228;rischen Mantels und damit zur Schmelzbildung. Daher sind in Gr&#228;ben wie dem Oberrheingraben (mit dem terti&#228;ren Vulkan Kaiserstuhl) oder dem &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article111&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Ostafrikanischen Graben&lt;/a&gt; auch Vulkane zu finden.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Schmelzdiagramm&lt;/h3&gt;
&lt;dl class='spip_document_509 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;width:243px;'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L243xH323/eisundsalz-0c205.png' width='243' height='323' alt='Schmelzdiagramm f&#252;r Eis und Salz' style='height:323px;width:243px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:243px;'&gt;&lt;strong&gt;Schmelzdiagramm f&#252;r Eis und Salz&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:243px;'&gt;E: Eutektikum
&lt;br/&gt;&lt;small&gt;(stark vereinfacht: auf der rechten Seite gibt es noch weitere Phasen)&lt;/small&gt;&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Werfen wir einen Blick auf ein einfaches System, um zu verstehen, was beim Aufschmelzen und Abk&#252;hlen bei mehreren Komponenten passiert. Die Abbildung zeigt ein Phasendiagramm f&#252;r Eis und Salz, in dem die Zusammensetzung gegen die Temperatur aufgetragen ist. Bei Zimmertemperatur liegt Eis als Wasser vor, wir befinden uns ganz am linken Rand des orangenen Feldes. K&#252;hlen wir dieses Wasser ab, friert es bei 0 &#176;C (im Diagramm der Punkt, an dem die Kurve zwischen blauem und orangenem Feld auf den linken Rand trifft), so dass wir unter dem Gefrierpunkt Eis haben (eine Phase, fest). Betrachten wir das selbe f&#252;r Salzwasser, wird das ganze komplizierter: dieser Effekt ist &#252;brigens der Grund, warum wir im Winter Salz streuen. Bei Zimmertemperatur haben wir Salzwasser (z.B. von der durch die gestrichelte Linie gezeigten Zusammensetzung), wir befinden uns also im orangenen Feld (eine Phase, fl&#252;ssig). K&#252;hlen wir dieses Salzwasser ab, so beginnt dieses bei einer bestimmten Temperatur (deutlich unter 0 &#176;C) zu frieren: dies ist der Punkt, an dem die gestrichelte Linie auf das blaue Feld trifft. Allerdings bildet sich zun&#228;chst nur ein winziges K&#246;rnchen Eis, das Gefrieren findet nicht mehr an einer bestimmten Temperatur statt, sondern &#252;ber ein gr&#246;&#223;eres Temperaturintervall hinweg (im blauen Feld haben wir eine feste Phase - Eis - und eine fl&#252;ssige Phase - Salzwasser). Da das Eis auch diesmal kein Salz enth&#228;lt (die Zusammensetzung des Eises ist also weiterhin ganz am linken Rand), muss sich zwangsl&#228;ufig die Zusammensetzung des &#252;brig bleibenden Salzwassers &#228;ndern: sie wandert beim Abk&#252;hlen entlang der Linie zwischen orange und blau zu immer salzigerer Zusammensetzung. Erst bei der Temperatur, an der diese Kurve auf das graue Feld trifft (der entsprechende Punkt wird Eutektikum genannt), kristallisiert die verbliebene Fl&#252;ssigkeit schlagartig aus: das Ergebnis &#228;hnelt einem &quot;Gestein&quot;, mit gro&#223;en Eiskristallen in einer feink&#246;rnigen Matrix aus kleinen Eis- und Salzk&#246;rnchen. Im grauen Feld liegen also zwei feste Phasen, Eis und Salz, zusammen vor.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Genau das selbe passiert in umgekehrter Reihenfolge, wenn wir ein Gemisch aus Eis und Salz auftauen: bei der Temperatur des Eutektikums bildet sich der erste Tropfen Salzwasser, mit der eutektischen Zusammensetzung. Beim weiteren Auftauen n&#228;hert sich die Zusammensetzung des Salzwassers immer mehr der Gesamtzusammensetzung an, bis alles geschmolzen ist und die Kurve zwischen blauem und orangenem Feld entlang der gestrichelten Linie verlassen wird.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Basalt&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das Aufschmelzen des Mantels ist ein ganz &#228;hnlicher Prozess wie das Aufschmelzung einer Mischung aus Salz und Eis, nur dass wir nicht zwei, sondern ein paar mehr Minerale im Mantel haben. Aber auch hier entsteht bei einer eutektischen Temperatur eine Schmelze mit eutektischer Zusammensetzung: Basalt. Dieser kann ein wenig variieren (z.B. tholeiitischer Basalt, Alkaliolivinbasalt), aber das Ergebnis ist doch immer sehr &#228;hnlich. Vulkane f&#246;rdern Basalte, wenn es die aus dem Mantel stammende Schmelze nahezu unver&#228;ndert bis an die Oberfl&#228;che schafft. Beispielsweise steht dem an den Mittelozeanischen R&#252;cken nichts entgegen, weshalb die ozeanische Kruste &#252;berwiegend aus Basalt besteht. Basalte bestehen &#252;berwiegend aus den Mineralen Plagioklas, Pyroxen und Olivin, alle drei hatten wir bereits beim Mantel kennengelernt, doch jetzt haben sich die Proportionen ge&#228;ndert.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Fraktionierung&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Da basaltisches Magma eine wesentlich geringere Dichte als der Mantel hat, steigt es zun&#228;chst auf. Wenn es jedoch auf eine dicke (und leichte) kontinentale Kruste trifft, kommt es m&#246;glicher Weise nicht weiter. So k&#246;nnen sich gro&#223;e Basaltk&#246;rper unter der Kruste bilden (&quot;underplating&quot;). Wenn diese Magmen komplett erstarren, ensteht wegen der langsamen Abk&#252;hlung ein grobk&#246;rniges Gestein, das Gabbro genannt wird (Basalt ist das feink&#246;rnige, d.h. vulkanische Equivalent dazu). Das Magma kann aber auch weiter aufsteigen, sich immer wieder in Magmenkammern ansammeln, etwas abk&#252;hlen (d.h. weiter kristallisieren), weiter aufsteigen....&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Beginnt unser basaltisches Magma zu kristallisieren, findet wieder der selbe Effekt wie bei unserem Salzwasser statt: sobald die ersten Minerale kristallisieren (in der Regel erst Olivin, dann Pyroxen, sp&#228;ter auch Plagioklas), ver&#228;ndert sich die Zusammensetzung der Schmelze. Die gebildeten Kristalle sinken langsam auf den Boden der Magmakammer und bilden dort einen schweren Kristallbrei (Akkumulat). Die Restschmelze wird immer k&#252;hler, von geringerer Dichte (so dass sie irgendwann weiter aufsteigen kann) und &#228;ndert ihre Zusammensetzung: w&#228;hrend z.B. der Anteil an MgO rapide sinkt, steigt bei diesem Prozess der Gehalt an SiO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;. Somit wird aus einem basaltischen Magma ein andesitisches, ein dazitisches und weiter ein rhyolitisches (das vulkanische Equivalent zu Granit) Magma. Die letzteren (hohes SiO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;) werden als &quot;sauer&quot;, Basalt hingegen (niedriges SiO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;) als &quot;basisch&quot; bezeichnet. Andesite (abgeleitet von den Anden) sind die durchschnittlichen Produkte der Vulkane entlang von Kontinentalr&#228;ndern mit Subduktionszonen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Basische und saure Magmen haben sehr unterschiedliche physikalische Eigenschaften: saure Magmen sind k&#252;hler (um 900 &#176;C gegen&#252;ber rund 1200 &#176;C), haben eine geringere Dichte, eine h&#246;here Viskosit&#228;t (d.h. sie flie&#223;en nicht so leicht, was daran liegt, dass die SiO&lt;sub&gt;4&lt;/sub&gt;-Tetraeader Polymere bilden. Die Viskosit&#228;t h&#228;ngt nat&#252;rlich zus&#228;tzlich von der Temperatur ab, bzw. wie viele Kristalle darin schon herum schwimmen) und k&#246;nnen wesentlich h&#246;here Fluidgehalte haben (au&#223;erdem werden bei der Fraktionierung Fluide wie Wasser und CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; in der Restschmelze angereichert). Diese Eigenschaften haben wiederum gro&#223;e Auswirkungen darauf, wie ein Vulkanausbruch abl&#228;uft.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Andere Faktoren k&#246;nnen zum Prozess der Fraktionierung hinzu kommen. Ein Teil der Kruste kann aufgeschmolzen und von unserem Magma assimiliert werden oder es k&#246;nnen sich verschiedene Magmen vermischen. Tats&#228;chlich kann eine Vulkaneruption unter Umst&#228;nden dadurch ausgel&#246;st worden sein, dass in die darunter liegende Magmenkammer mit hochentwickeltem Magma ein Sto&#223; frischer, primitiver Schmelze eingedrungen ist.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_514 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L300xH281/tas-2ab51.png' width='300' height='281' alt='TAS-Diagramm (total alkalis - silica)' style='height:281px;width:300px;' class=' format_png' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:300px;'&gt;&lt;strong&gt;TAS-Diagramm (total alkalis - silica)&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:300px;'&gt;Dieses Diagramm wird zur chemischen Klassifikation vulkanischer Gesteine benutzt. Schematisch eingezeichnet ist die Fraktionierung von Basalt zu Rhyolith (zunehmendes SiO2). Bei st&#228;rker Alkalinen Magmen ist die Zunahme von SiO2 bei der Fraktionierung geringer, die Gehalte an Alkalien steigen jedoch stark.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Exotische Schmelzen &lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Es gibt auch Bedingungen, unter denen ein Schmelzen des Mantels zu anderen Zusammensetzungen f&#252;hrt: Faktoren wie extrem geringe Schmelzgrade in gro&#223;er Tiefe, hoher Gehalt an CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;
und ein zuvor angereicherter Mantel (der dann Minerale wie Amphibol, Glimmer, Karbonat enth&#228;lt) k&#246;nnen zu alkalinen Schmelzen wie Basanit oder Nephelinit f&#252;hren. In Nephelinit ist der Anteil von Natrium gegen&#252;ber SiO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; so gro&#223;, dass sich z.B. kein Plagioklas bilden kann, stattdessen das an SiO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; &#228;rmere Mineral Nephelin. Fraktionierung dieser alkalinen Magmen f&#252;hrt wiederum zu weiteren Zusammensetzungen wie Phonolith.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Bei gro&#223;em Karbonatgehalten im Mantel k&#246;nnen auch Karbonatite entstehen, ein magmatisches Gestein aus Karbonatmineralen, das z.B. am Kaiserstuhl vorkommt, aber nur am &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article123&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Oldoinyo Lengai&lt;/a&gt; in Tansania rezent gef&#246;rdert wird. Diese Karbonatite k&#246;nnen entweder direkt aus dem Mantel kommen, oder aus einer karbonathaltigen Silikatschmelze durch Prozesse wie Fraktionierung oder Entmischung (so &#228;hnlich wie Wasser und &#214;l) entstehen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Granite&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wir haben gesehen, dass sich ein basaltisches Magma durch Fraktionierung zu einem granitischen (=rhyolitischen) Magma entwickeln kann. Granite k&#246;nnen aber auch durch eutektisches Aufschmelzen der Kruste entstehen, beispielsweise wenn diese wie oben erw&#228;hnt durch underplating erhitzt wird, oder wenn die Kruste durch Gebirgsbildung dick genug wird. Diese granitischen Schmelzen sind relativ gasarm, so dass sie nicht bis zur Oberfl&#228;che aufsteigen, sondern in der Tiefe zu einem grobk&#246;rnigen Gestein erstarren.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article169&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Island&lt;/a&gt; ist ein Sonderfall, hier liegt ein Hot Spot genau am Mittelozeanischen R&#252;cken, was zu besonders gro&#223;en Schmelzmengen f&#252;hrt. In Island treten sowohl Basalte als auch Rhyolithe auf, w&#228;hrend die Zwischenglieder fehlen, was als bimodaler Vulkanismus bezeichnet wird. Man geht davon aus, dass die isl&#228;ndischen Rhyolithe nicht durch Fraktionierung aus Basalt entstanden, sondern durch Aufschmelzen von Basalt bzw. Gabbro, also der durch Mantelschmelzen gerade erst gebildeten Kruste. Die starke Dehnung der isl&#228;ndischen Kruste lie&#223; ein Aufsteigen dieser gasarmen Schmelze bis an die Oberfl&#228;che zu.&lt;/p&gt; &lt;hr class=&quot;spip&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Weiter:&lt;/strong&gt; Teil 2 - &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article181&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Vulkanausbr&#252;che und Vulkanformen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;hr class=&quot;spip&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;small&gt;
Anmerkung:
Dieser Artikel beruht auf einem Vortrag (&quot;Wie Vulkane funktionieren&quot;), den ich vor einiger Zeit im Rahmen einer Ringvorlesung gehalten habe. &lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



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		<title>Geologie des Atlas</title>
		<link>http://www.riannek.de/spip.php?article159</link>
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		<dc:date>2007-12-16T11:56:51Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Riannek</dc:creator>

<category domain="http://www.riannek.de/spip.php?rubrique3">Steine</category>

		<dc:subject>Steine</dc:subject>

		<description>W&#228;hrend Europa die gesamte Erdgeschichte hindurch immer wieder durch Gebirgsbildungen oder vorsto&#223;ende Meere ver&#228;ndert wurde, ist in Afrika seit den pr&#228;kambrischen Orogenesen (mit der Bildung des Kontinents Gondwana) nicht viel passiert, abgesehen von stellenweise auf dem Pr&#228;kambrischen Schild flach abgelagerten Sedimenten. Eine Ausnahme ist neben dem Ostafrikanischen Graben das junge Atlasgebirge. &lt;br /&gt;Wie die Alpen entstand der Atlas durch die Kollision zwischen Afrika und Europa, ist also (...)


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		</description>






 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;W&#228;hrend Europa die gesamte Erdgeschichte hindurch immer wieder durch Gebirgsbildungen oder vorsto&#223;ende Meere ver&#228;ndert wurde, ist in Afrika seit den pr&#228;kambrischen Orogenesen (mit der Bildung des Kontinents Gondwana) nicht viel passiert, abgesehen von stellenweise auf dem Pr&#228;kambrischen Schild flach abgelagerten Sedimenten. Eine Ausnahme ist neben dem &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article111&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Ostafrikanischen Graben&lt;/a&gt; das junge Atlasgebirge.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_499 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L325xH238/jpg_atlaskarte-a153a.jpg' width='325' height='238' alt=&quot;&quot; style='height:238px;width:325px;' class='' /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wie die Alpen entstand der Atlas durch die Kollision zwischen Afrika und Europa, ist also Teil des alpidischen Orogeng&#252;rtels. Er besteht aus einer Reihe versetzter Gebirgsz&#252;ge, die durch Hochebenen (Mesetas) getrennt sind: in Marokko von S&#252;d nach Nord der Antiatlas (geologisch betrachtet nicht Teil des Atlas, sondern ein &#228;lteres Gebirge), der Hohe Atlas (ein Hochgebirge mit Gipfeln bis &#252;ber 4000 m), der Mittlere Atlas (bis &#252;ber 3000 m, erinnert morphologisch an den Tafeljura in der Nordschweiz) und das &lt;a href=&quot;http://www.geo.arizona.edu/geo5xx/geo527/BeticAlboranSeaRif/BAR.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Rif&lt;/a&gt;, (geologisch nicht mehr Teil des Atlas, sondern zusammen mit der Betischen Kordillere S&#252;dspaniens ein asymmetrisches Deckengebirge); in Algerien der Tellatlas und der Saharaatlas.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Vor der Gebirgsbildung, w&#228;hrend dem Mesozoikum, entstand hier am s&#252;dlichen Rand des &quot;Urmittelmeeres&quot; Tethys durch die &#214;ffnung des Atlantik (vorher bildeten noch nahezu alle Landmassen zusammen den Superkontinent Pangea) ein von Gr&#228;ben und Horsten und pull-apart Becken gepr&#228;gtes Grabensystem. In den tief gelegenen Bereichen wurden m&#228;chtige marine Sedimente, insbesondere Karbonate, abgelagert, stellenweise wurden Basalte gef&#246;rdert. Durch die sp&#228;tere Gebirgsbildung wurden diese Gesteine gehoben und teilweise wieder abgetragen, wobei die &#228;lteren Verwerfungen die Struktur des entstehenden Gebirges vorgaben. Es handelt sich bei den Atlas-Ketten also nicht um ein Deckengebirge (wie z.B. die Alpen oder das Rif, bei denen Gesteinsdecken entlang flach liegender &#220;berschiebungen &#252;ber gro&#223;e Strecken verschoben wurden, das &#252;bliche Resultat der Kollision zweier Kontinente), sondern um eine Inversion eines intrakontinentalen Grabensystemes (daher steile &#220;berschiebungen mit vergleichsweise geringer Transportweite). Im Gebiet des Jebel Toubkal (im Hohen Atlas s&#252;dlich von Marrakesh) ist durch die starke Hebung und Erosion immerhin das pr&#228;kambrische Grundgebirge freigelegt worden, weiter westlich stehen vor allem die in den Gr&#228;ben abgelagerten mesozoische Kalksteine an.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Andere Gebirge wie die Alpen wachsen durch Auftrieb einer durch die Kollision stark verdickten kontinentalen Kruste in die H&#246;he, sobald das Gegengewicht, die vorher subduzierte ozeanische Lithosph&#228;re, abbricht. Eine derart dicke Kruste fehlt unter dem Atlas jedoch und im Vergleich zu anderen Gebirgen kam es nur zu einer geringen Krustenverk&#252;rzung. Statt dessen d&#252;nnt hier die Lithosph&#228;re (das ist die Kruste und der starre Teil des Mantels) auf etwa die H&#228;lfte im Vergleich zum s&#252;dlich anschlie&#223;enden Kraton aus (Teixell et al. 2005). Andererseits liegen auch die angrenzenden Gebiete noch relativ hoch, im Gegensatz zu den normalerweise vor Gebirgen liegenden Molassebecken. Die Kollision mit Europa reicht also nicht als Erkl&#228;rung f&#252;r die starke Hebung. Offensichtlich liegt unter dem Gebirge ein Mantelplume, der das Gebirge, das eigentlich nur eine geringe Krustenverk&#252;rzung und -verdickung aufweist, nach oben schiebt. Das erkl&#228;rt auch den jungen alkalinen Magmatismus, der es trotz des Kompressionsregimes immer wieder an die Oberfl&#228;che geschafft hat.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Antiatlas (im S&#252;den Marokkos) ist hingegen schon wesentlich fr&#252;her, w&#228;hrend der variszischen Orogenese (deren Spuren im Bereich des Atlas selbst weitgehend alpidisch &#252;berpr&#228;gt wurden) mit der Bildung des Gro&#223;kontinents Pangea entstanden, die alpidische Orogenese f&#252;hrte hier nur zu einer geringen Tektonik und Hebung. Entsprechend sind Gesteine (vor allem Metamorphite und Sedimente) aus dem Pr&#228;kambrium und Jungpal&#228;ozoikum aufgeschlossen, die unter j&#252;ngere Sedimente abtauchen. Die Sedimente Marokkos sind f&#252;r ihre hervorragende Fossilien bekannt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Lesen:&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Teixell, A., Ayarza, P., Zeyen, H., Fern&#224;ndez, M., Arboleya, M. (2005). Effects of mantle upwelling in a compressional setting: the Atlas Mountains of Morocco. Terra Nova 17, 456-461.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Hoepffner, C., Soulaimani, A., Piqu&#233;, A. (2005). The Moroccan Hercynides. Journal of African Earth Sciences 43, 144-165.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Beauchamp et al. (1996), Intracontinental Rifting and Inversion: Missour Basin and Atlas Mountains, Morocco. AAPG Bulletin; September 1996; v. 80; no. 9; p. 1459-1482: &lt;a href=&quot;http://atlas.geo.cornell.edu/people/weldon/beaucham.pdf&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Schl&#252;ter, T (2006). Geological Atlas of Africa. Springer.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Mineralien und Gesteine von Ilimaussaq</title>
		<link>http://www.riannek.de/spip.php?article166</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.riannek.de/spip.php?article166</guid>
		<dc:date>2007-06-20T17:53:29Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Riannek</dc:creator>

<category domain="http://www.riannek.de/spip.php?rubrique3">Steine</category>

		<dc:subject>Steine</dc:subject>
		<dc:subject>Mineralien</dc:subject>
		<dc:subject>Gr&#246;nland</dc:subject>

		<description>Die alkaline Intrusion Ilimaussaq (siehe auch den Reisebericht) liegt in S&#252;dgr&#246;nland und ist eines der Musterbeispiele f&#252;r die seltenen agpaitischen Gesteine: eine Fraktionierung unter extremen Bedingungen hat zu merkw&#252;rdigen Zusammensetzungen gef&#252;hrt. Die Gesteine haben hohe Gehalte an Alkalien, aber so wenig Al und Si, dass es f&#252;r die &#252;blichen gesteinsbildenden Minerale nicht ausreicht. Seltene Elemente wie REE, Nb, .... k&#246;nnen stark angereichert werden. Als agpaitisch werden Gesteine (...)

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&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?mot37" rel="tag"&gt;Mineralien&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?mot61" rel="tag"&gt;Gr&#246;nland&lt;/a&gt;

		</description>






 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_432 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH225/jpg_img_0607-eff4b.jpg' width='350' height='225' alt='Kakortokit (Red Layer)' style='height:225px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Kakortokit (Red Layer)&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Eudialith (rot), Alkalifeldspat (weiss) und Arfvedsonit (schwarz). Bildunterante ca. 6 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die alkaline Intrusion Ilimaussaq (siehe auch den &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article145&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Reisebericht&lt;/a&gt;) liegt in S&#252;dgr&#246;nland und ist eines der Musterbeispiele f&#252;r die seltenen agpaitischen Gesteine: eine Fraktionierung unter extremen Bedingungen hat zu merkw&#252;rdigen Zusammensetzungen gef&#252;hrt. Die Gesteine haben hohe Gehalte an Alkalien, aber so wenig Al und Si, dass es f&#252;r die &#252;blichen gesteinsbildenden Minerale nicht ausreicht. Seltene Elemente wie REE, Nb, .... k&#246;nnen stark angereichert werden. Als &lt;a href=&quot;http://minmag.geoscienceworld.org/cgi/content/abstract/61/4/485&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;agpaitisch&lt;/a&gt; werden Gesteine bezeichnet, in denen die normalen Akzessorien wie Zirkon und Titanit durch komplexe Alkali-Zr-Ti-REE-Silikate wie Eudialith ersetzt sind.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_428 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH341/jpg_img_0532-e5251.jpg' width='350' height='341' alt='Eudialith' style='height:341px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Eudialith&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Sp&#228;tmagmatischer Bereich im Kakortokit mit rotem Eudialith, weissem Kalifeldpat und schwarzem Arfvedsonit. Bildunterkante ca. 10 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Gesteine bestehen in der Regel aus Kalifeldspat und Nephelin (wei&#223;), oft auch Sodalith (in Ilimaussaq gr&#252;n und stark fluoreszierend), Eudialith (rot bis pink) und Alkaliamphibol (Arvfedsonit) und / oder Alkalipyroxen (&#196;girin).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Kakortokit ist ein spektakul&#228;res Beispiel f&#252;r magmatisches Layering: eine Folge (im Schnitt zusammen 8 m m&#228;chtig) von weissen, roten und schwarzen Lagen, in denen die Minerale Alkalifeldpat, Eudialith und Arvfedsonit in verschiedenen Proportionen vorkommen, wiederholt sich 26 mal.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_433 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH281/jpg_img_0610-85673.jpg' width='350' height='281' alt='Naujait' style='height:281px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Naujait&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Gr&#252;nlicher Sodalith (pseudomorph nach Nephelin) ist peukilitisch umwachsen von Alkalifeldspat (wei&#223;), Eudialith (rot) und gro&#223;em Arfvedsonit (scharz). Bildunterkante: 14 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der spektakul&#228;re Naujait besteht aus mehreren zentimeter gro&#223;em Arfvedsonit, neben Alkalifeldspat und Eudialith, das ganze ist gesprenkelt mit einer gro&#223;en Menge von etwa halbzentimeter gro&#223;em gr&#252;nen Sodalith, der von den gr&#246;&#223;eren Kristallen poikilitisch umwachsen wurde.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_429 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH319/jpg_img_0536-81949.jpg' width='350' height='319' alt='Rinkit ' style='height:319px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Rinkit &lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Bildunterkante ca. 9 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Rinkit (gelb) ist etwas seltener als Eudialith, ein weiteres Mineral der komplexen Alkali-Zr-Ti-REE Silikate,&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Eudialith Na&lt;sub&gt;15&lt;/sub&gt;Ca&lt;sub&gt;6&lt;/sub&gt; (Fe&lt;sup&gt;2+&lt;/sup&gt;, Mn&lt;sup&gt;2+&lt;/sup&gt;)&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt; Zr&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt; [Si&lt;sub&gt;25&lt;/sub&gt;O&lt;sub&gt;73&lt;/sub&gt;] (O, OH, H&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;O)&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt; (OH,Cl)&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;
&lt;br/&gt;
Rinkit Na (Na,Ca)&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; (Ca,Ce)&lt;sub&gt;4&lt;/sub&gt; Ti [F&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; | (O,F)&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; | (Si&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;O&lt;sub&gt;7&lt;/sub&gt;)&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;]&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_431 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH306/jpg_img_0539-42cbf.jpg' width='350' height='306' alt='Astrophyllit' style='height:306px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Astrophyllit&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Astrophyllit aus dem Randpegmatit. Bildunterkante ca. 3 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Als sp&#228;ter hydrothermale Bildungen kommen Minerale vor, die es zum Teil nur in Ilimaussaq gibt: darunter Na-Be-Sn-Silikate (!) wie S&#248;rensonit und der pinke Tugtupit, letzterer beliebt unter Sammlern von Fluoreszierenden Mineralien.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;S&#248;rensonit Na&lt;sub&gt;4&lt;/sub&gt;	Sn Be&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; Si&lt;sub&gt;6&lt;/sub&gt;O&lt;sub&gt;16&lt;/sub&gt; (OH)&lt;sub&gt;4&lt;/sub&gt;&lt;/html &lt;br/&gt; Tugtupit &lt;html&gt;Na&lt;sub&gt;4&lt;/sub&gt;	[Cl | BeAlSi&lt;sub&gt;4&lt;/sub&gt;O&lt;sub&gt;12&lt;/sub&gt;]&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_430 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH283/jpg_img_0537-427f3.jpg' width='350' height='283' alt='S&#248;rensonit' style='height:283px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;S&#248;rensonit&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Bildunterkante ca. 6 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;dl class='spip_document_427 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH351/jpg_img_0530-b25ca.jpg' width='350' height='351' alt='Tugtupit' style='height:351px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Tugtupit&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Bildunterkante ca. 6 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;h3&gt;Literatur&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Markl, G, Marks, M, Schwinn, G, Sommer, H (2001). Phase equilibrium constraints on intensive crystallization parameters of the Ilimaussaq compex, South Greenland. Journal of Petrology 42, 2231-2258.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Marks, M, Vennemann, T, Siebel, W, Markl, G (2004). Nd-, O-, and H-isotopic evidence for complex, closed-system fluid evolution of the peralkaline Ilimaussaq intrusion, South Greenland. Geochimica et Cosmochimica Acta 68, 3379-3395.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Marks, M, Markl, G. (2003) Il&#237;maussaq &#8216;en miniature': closed-system fractionation in an agpaitic dyke rock from the Gardar Province, South Greenland. Mineralogical Magazine 67, 893-919.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;S&#248;rensen, H (1997). The agpaitic rocks; an overview. Mineralogical Magazine 61, 485-498.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>



	<item>
		<title>Minerale und Gesteine zwischen Oldoinyo Lengai und Natronsee</title>
		<link>http://www.riannek.de/spip.php?article167</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.riannek.de/spip.php?article167</guid>
		<dc:date>2007-06-20T17:53:24Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Riannek</dc:creator>

<category domain="http://www.riannek.de/spip.php?rubrique3">Steine</category>

		<dc:subject>Steine</dc:subject>
		<dc:subject>Vulkane</dc:subject>
		<dc:subject>Mineralien</dc:subject>
		<dc:subject>Tansania</dc:subject>

		<description>Der Vulkan Oldoinyo (Expeditionsbericht 2003 mit weiteren Erl&#228;uterungen und Literaturhinweisen) ist bekannt f&#252;r seine eigensinnigen Laven: Natrokarbonatit gibt es nur hier, zugleich ist er der einzige aktive Karbonatitvulkan der Welt. Doch auch die silikatischen Gesteine, die den gr&#246;&#223;ten Teil des Vulkans ausmachen, sind einzigartig wie Combeit Nephelinit und Wollastonit Nephelinit (Klaudius und Keller 2006, Lithos 91, 173-190). Wollastonit und Nephelin sind in den Gesteinen gut zu sehen, (...)

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&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?rubrique3" rel="directory"&gt;Steine&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?mot8" rel="tag"&gt;Steine&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?mot23" rel="tag"&gt;Vulkane&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?mot37" rel="tag"&gt;Mineralien&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?mot59" rel="tag"&gt;Tansania&lt;/a&gt;

		</description>






 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;dl class='spip_document_434 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH262/jpg_img_0511-b433a.jpg' width='350' height='262' alt='Magnetit auf Wollastonit' style='height:262px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Magnetit auf Wollastonit&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Breite ca. 6 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Vulkan Oldoinyo (&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article120&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Expeditionsbericht 2003&lt;/a&gt; mit weiteren Erl&#228;uterungen und Literaturhinweisen) ist bekannt f&#252;r seine eigensinnigen Laven: Natrokarbonatit gibt es nur hier, zugleich ist er der einzige aktive Karbonatitvulkan der Welt. Doch auch die silikatischen Gesteine, die den gr&#246;&#223;ten Teil des Vulkans ausmachen, sind einzigartig wie Combeit Nephelinit und Wollastonit Nephelinit (Klaudius und Keller 2006, Lithos 91, 173-190). Wollastonit und Nephelin sind in den Gesteinen gut zu sehen, der seltene Combeit ist jedoch zu klein.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_435 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH353/jpg_img_0514-f3166.jpg' width='350' height='353' alt='Akkumulat mit Nephelin in Magnetit, Pyroxen und Melanit' style='height:353px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Akkumulat mit Nephelin in Magnetit, Pyroxen und Melanit&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Breite ca. 7 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nat&#252;rlich sind auch andere Minerale, die typisch f&#252;r alkalinen Vulkanismus sind zu finden, darunter &#196;girin und der schwarze Titan-Granat Melanit. Phlogopit glitzert &#252;berall in den Tuffen der weiteren Umgebung.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_437 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH281/jpg_img_0573-ea7c2.jpg' width='350' height='281' alt='Melilith' style='height:281px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Melilith&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Dieses Mineral kommt normalerweise nur winzig klein vor. Dieses Prachtst&#252;ck vom Oldoinyo Lengai schafft es auf 1,4 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Olivinmelilithe sind vermutlich die primitiven Magmen, aus denen die hochentwickelten Magmen des Vulkans entstanden sind. Dieses Gestein (als Lava oder Tuff) kommt aber nur an den Explosionskratern in der weiteren Umgebung des Kegels vor. Erstaunlich grosse Kristalle von Melilith gibt es jedoch am Lengai selbst, diese haben eine sehr &quot;entwickelte&quot; Zusammensetzung mit hohen Gehalten von Fe und Na (Keller et al. 2006, Lithos 91, 150-172).&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_438 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH249/jpg_img_0587-b00f2.jpg' width='350' height='249' alt='Olivin' style='height:249px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Olivin&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Von einem der Olivinmelilithit-Explosionskrater in der Umgebung des Vulkans. Der gr&#246;&#223;te Kristall hat ca. 1,5 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In der Bruchstufe des ostafrikanischen Grabens zwischen Oldoinyo Lengai und Natronsee sind Flutlaven aufgeschlossen. Darunter auch ein sch&#246;ner porphyrischer Nephelinit.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_436 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH295/jpg_img_0515-348e3.jpg' width='350' height='295' alt='Nephelinit' style='height:295px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Nephelinit&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Ein porphyrischer Nephelinit aus der Bruchstufe des Grabens. Breite ca. 7,5 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;W&#228;hrend einem Wasserhochstand des Natronsees im Pleistoz&#228;n bildeten sich auf den heute den See umgebenen H&#228;ngen Stromatolithen (Icole et al. 1990, Sedimentary Geology 69, 139-155). Die lagigen Kalkablagerungen sind das Produkt von Cyanobakterien &#8212; eine sehr fr&#252;he Lebensform, die aber z.B. im Shark Bay (Australien) auch heute noch vorkommt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Am Natronsee selbst bildet sich in der Trockenzeit eine Salzplaya, in der vor allem verschiedene Natriumhydrogenkarbonate abgelagert werden.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_439 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH260/jpg_img_0528-de0e0.jpg' width='350' height='260' alt='Stromatolith' style='height:260px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Stromatolith&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Aus der Umgebung des Natronsees. Breite ca. 9 cm.&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>



	<item>
		<title>Der Ostafrikanische Graben</title>
		<link>http://www.riannek.de/spip.php?article111</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.riannek.de/spip.php?article111</guid>
		<dc:date>2006-07-05T21:34:45Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Riannek</dc:creator>

<category domain="http://www.riannek.de/spip.php?rubrique3">Steine</category>

		<dc:subject>Steine</dc:subject>
		<dc:subject>Vulkane</dc:subject>

		<description>Leicht ge&#228;nderte Fassung aus der Einf&#252;hrung meiner Diplomarbeit. &lt;br /&gt;Das terti&#228;re bis rezente Ostafrikanische Grabensystem (East African Rift System, EARS) wird generell als das klassische Beispiel f&#252;r kontinentale Grabensysteme angesehen. Es ist rund 3500 km lang, 50-150 km breit und erstreckt sich vom Afar Dreieck in &#196;thiopien bis zur M&#252;ndung des Sambesi in Mosambique. Im Afar Dreieck ist es &#252;ber das Rote Meer und den Golf von Aden mit dem weltweiten System Mittelozeanischer R&#252;cken verbunden. (...)


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&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?rubrique3" rel="directory"&gt;Steine&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?mot8" rel="tag"&gt;Steine&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?mot23" rel="tag"&gt;Vulkane&lt;/a&gt;

		</description>






 <content:encoded>&lt;div class='rss_chapo'&gt;Leicht ge&#228;nderte Fassung aus der Einf&#252;hrung meiner &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article107&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Diplomarbeit&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das terti&#228;re bis rezente Ostafrikanische Grabensystem (East African Rift System, EARS) wird generell als das klassische Beispiel f&#252;r kontinentale Grabensysteme angesehen. Es ist rund 3500 km lang, 50-150 km breit und erstreckt sich vom Afar Dreieck in &#196;thiopien bis zur M&#252;ndung des Sambesi in Mosambique. Im Afar Dreieck ist es &#252;ber das Rote Meer und den Golf von Aden mit dem weltweiten System Mittelozeanischer R&#252;cken verbunden. Es besteht aus einem &#246;stlichen und einem j&#252;ngeren westlichen Arm, beide Arme sind auch rezent tektonisch und magmatisch (z.B. Nyiragongo im Westarm; Erta Ale, Oldoinyo Lengai, Meru im Ostarm) aktiv. Der &#246;stliche Arm ist durch die Turkanasenke weiter in den n&#246;rdlichen &#196;thiopien Graben und den s&#252;dlichen Kenia- oder Gregory Graben unterteilt. Der westlich des Viktoriasees verlaufende Westarm hat weniger Vulkanismus, ist aber tektonisch wesentlich aktiver als der Ostarm. Eine Reihe zum Teil tiefer Seen (z.B. Kivusee, Tanganyikasee) bedecken dort weite Teile der Struktur. Im Ostarm gibt es hingegen eine Reihe kleinerer Seen (z.B. Natronsee, Magadisee, Turkanasee).&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_408 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L350xH408/jpg_ears-9c4d1.jpg' width='350' height='408' alt='Der Ostafrikanische Graben' style='height:408px;width:350px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Der Ostafrikanische Graben&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;(Modifiziert nach Smith &amp; Moseley 1993)&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In gro&#223;em Ma&#223;stab wird die Topographie des EARS von zwei gro&#223;en lithosph&#228;rischen Aufw&#246;lbungen charakterisiert (Morley et al. 1999), dem Afar Dom (durchschnittliche topographische H&#246;he 1500 m) und dem Ostafrikanischen Dom (1200 m), die durch die Turkanasenke (600 m H&#246;he) getrennt werden. Beide haben Durchmesser von etwa 1000 km und sind mit einer starken negativen Schwereanomalie verbunden. Innerhalb des Ostafrikanischen Domes befinden sich kleinere Aufw&#246;lbungen mit Durchmessern von 100-200 km, bemerkenswert sind der Kivu- und der Keniadom. Au&#223;erhalb der gehobenen Bereiche liegt die Topographie zwischen 300 und 900 m. Die Hebung h&#228;ngt vermutlich (Ebinger et al. 1989) mit unter diesen Gebieten aufsteigendem asthenosph&#228;rischem Mantel zusammen (Diapir, engl. &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Plumes&lt;/strong&gt;), wobei die Anzahl der Plumes sowie der zeitliche und r&#228;umliche Zusammenhang umstritten ist (Macdonald et al. 2001). Rogers et al. 2000 argumentieren beispielsweise aufgrund von Sr, Nd und Pb Isotopen f&#252;r zwei Plumes, wobei der Kenia Plume mit flachem Ursprung seit dem Eoz&#228;n aktiv sei (Basalte in S&#252;dwest-&#196;thopien), &#252;ber den sich die Afrikanische Platte nach Norden bewegt. Der Afar Plume mit tiefem Ursprung ist demnach erst seit dem Oligoz&#228;n aktiv (Flutbasalte in &#196;thiopien). Auch die gro&#223;en Mengen an gef&#246;rderten Magmen sprechen f&#252;r einen Beitrag durch Plumes (Latin et al. 1993), wobei allerdings die Mengen in kontinentalen Flutbasaltprovinzen (wie z.B. dem &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Deccan_Traps&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Deccan Trap&lt;/a&gt; in Indien) wesentlich gr&#246;&#223;er sind. Weitere Argumente sind die hohen Gehalte an inkompatiblen Spurenelementen und die angereicherten Isotopensignaturen. Hebung und Vulkanismus begannen generell vor der Grabenbildung, was f&#252;r eine Extension als Reaktion auf die Mantelplumes spricht (aktives Rifting).&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Magmatische Petrologie&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Insgesamt wurden etwa 730 000 km&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; Magmen gef&#246;rdert, davon 400 000 km&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; in &#196;thiopien (inklusive Afar und Jemen), 230 000 km&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; in Kenia und Nordtansania sowie 100 000 km&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; im Westarm (Braile et al. 1995). Im Westgraben tritt Vulkanismus in vier isolierten Zentren (Toro-Ankole, Virunga, S. Kivu und Rungwe) auf. Alle haben sehr hohe Gehalte an inkompatiblen Elementen und Volatilen, z.T. sind sie extrem reich an Kalium und siliziumunters&#228;ttigt (Leucit, Kalsilit-f&#252;hrend). Die Aktivit&#228;t begann hier im sp&#228;ten Mioz&#228;n. Im Ostgraben begann in &#196;thopien die erste Aktivit&#228;t bereits im Eoz&#228;n, die Alter nehmen nach S&#252;den hin ab. Erst im sp&#228;ten Mioz&#228;n erreichte die Aktivit&#228;t das n&#246;rdliche Tansania. Die alkalinen Magmen des Ostarms sind Natrium-betont und werden von Baker 1987 in drei Serien unterteilt, die jedoch flie&#223;ende &#220;berg&#228;nge zeigen (Kampunzu &amp; Mohr 1991):&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;hochalkaline Nephelinit-Carbonatit-Serie&lt;/strong&gt; reicht von Karbonatiten, Melilithiten, Olivinnepheliniten und Nepheliniten zu Phonolithen. Mafische Gesteine haben in der Regel Einsprenglinge von Nephelin und Pyroxen mit oder ohne Melilith und Olivin, oft ist Perovskit, z.T. auch Melanit vorhanden. Phonolithe haben hohes Sr und Ba und akzessorisch Titanit. Ca-Plagioklas ist generell abwesend.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Basanit-Alkalibasalt Serie&lt;/strong&gt; mit normativem Ne &gt; 5% ist mit gro&#223;en Volumen von Phonolithen und Trachyten assoziiert, die durch fraktionierte Kristallisation entstanden sind. Mafische Laven haben Einsprenglinge von Olivin und Klinopyroxen. Plagioklas ist in der Regel auf die Matrix beschr&#228;nkt, statt Nephelin in der Matrix kann auch Sodalith vorkommen. Phonolithe finden sich in gro&#223;en Volumen im n&#246;rdlichen und zentralen Teil des Gregory Rift. Sie enthalten Einsprenglinge von Alkalifeldspat und Nephelin, sowie Mikroeinsprenglinge von Augit, Apatit und Biotit. Sie haben geringere Sr und Ba als die Phonolithe der Nephelinit-Karbonatit Serie. Neben Basaniten und Alkalibasalten kommen auch Tephrite und Mugearite vor, intermedi&#228;re Laven sind seltener. In &#196;thopien finden sich in den Alkalibasalten oft Mantelxenolithe.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;&#220;bergangsbasalt Serie&lt;/strong&gt; (&#220;bergang zwischen Tholeiiten und Alkalibasalten) ist assoziiert mit Mugeariten, Trachyten, Trachyphonolithen und Alkalirhyolithen und bildet Flutlaven, bimodale Schildvulkane und im Quart&#228;r Calderavulkane. Intermedi&#228;re Laven sind selten. In weit geringeren Mengen vorkommende Tholeiite enthalten Pigeonit und gelegentlich in der Matrix Orthopyroxen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Zusammensetzung der Magmen l&#228;&#223;t sich am besten durch Interaktion zwischen einem oder mehreren Mantelplumes und heterogenem lithosph&#228;rischem Mantel erkl&#228;ren (u.a. Macdonald et al. 2001), wobei die st&#228;rker alkalinen Schmelzen aus gr&#246;&#223;erer Tiefe bei geringerem Schmelzgrad stammen. Die durchschnittliche Schmelztiefe wird dabei von der Dicke der Lithosph&#228;re kontrolliert. Bei der Entstehung hochalkaliner Magmen spielen auch CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; reiche Fluide in der Mantelquelle eine bedeutende Rolle (u.a. Edgar 1987). Die Laven sind an inkompatiblen Elementen angereichert und erinnern an OIB (Rogers et al. 2000), sprechen also f&#252;r einen Beitrag durch einen Plume. Die Gehalte variieren aber stark, was wie auch die Variationen in (ansonsten ebenfalls an OIB erinnernden) Nd, Sr und Pb - Isotopen (Paslick et al. 1995, Rogers et al. 2000) f&#252;r einen Beitrag durch einen sehr heterogenen lithosph&#228;rischen Mantel spricht, der in j&#252;ngster Zeit durch kleine Mengen von Schmelzen an inkompatiblen Elementen angereichert wurde (Macdonald et al. 2001, Paslick et al. 1995, Rogers et al. 2000). Die h&#228;ufig auftretende negative K-Anomalie spricht f&#252;r eine residuale K-Phase wie Phlogopit oder K-Amphibol im Mantel.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Auch &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Mantel&lt;/strong&gt;xenolithe (Granat- und Spinellperidotite) aus Nordtansania zeigen eine derartige Anreicherung (Macdonald et al. 1994). Am Pello Hill (zwischen Oldoinyo Lengai und Gelai) enthalten die Peridotit-Xenolithe Amphibol und Phlogopit (Dawson &amp; Smith 1988). Einige werden von Phlogopit-Amphibol-Pyroxen-Adern durchschnitten. Die Metasomatose durch m&#246;glicherweise K-Nephelinitische bzw. Katungitische Magmen wird als sehr jung gedeutet (&lt; 0,5 Ma). Die Peridotite vom Olmani Schlackenkegel nahe Arusha (Rudnick et al. 1993) sind an Ca, P und SEE angereichert, die ansonsten refrakt&#228;ren Dunite enthalten Klinopyroxen statt Enstatit. Dies wird als Ergebnis einer jungen Metasomatose durch Karbonatite interpretiert. Von einer Reihe weiterer Zentren (Monduli, Labait, Eledoi, Pello) wurde in einzelnen Peridotiten Kalzit als Zwickelf&#252;llung und Einschl&#252;sse in Olivin beschrieben (Lee et al. 2000), was ebenfalls als Ergebnis einer Interaktion mit karbonatitischen Schmelzen interpretiert wird. In Peridotit-Xenolithen von Lashaine und aus S&#252;dkenia finden sich hingegen keine Hinweise auf eine Metasomatose von &#228;hnlichem Ausma&#223; (Henjes-Kunst &amp; Altherr 1992).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Kontamination durch Kruste ist in der Regel selbst bei den differenzierten Vulkaniten unbedeutend (u.a. Rogers et al. 2000, Paslick et al. 1995). Bei den insbesondere in Kenia gro&#223;en Mengen an vermutlich durch fraktionierte Kristallisation differenzierten Schmelzen m&#252;ssen sich gro&#223;e Mengen von mafischen und ultramafischen Kumulaten gebildet haben (Macdonald 1992). Die Mioz&#228;nen Flutphonolithe Kenias k&#246;nnten sich allerdings auch durch partielles Schmelzen basaltischer Kruste unter CO2-reichen Bedingungen in etwa 23 km Tiefe gebildet haben (Macdonald 1994).&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Strukturen&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das EARS folgt weitgehend den &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Strukturen&lt;/strong&gt; der proterozoischen panafrikanischen Orogene (Mozambique Belt, u.a. Smith &amp; Morley 1993). Nach der panafrikanischen Orogenese, die zur Bildung des Kontinents Gondwana f&#252;hrte, bestand bereits eine mechanische Anisotropie zwischen der kalten, dicken und starren archaischen Lithosph&#228;re (Nordtansania) gegen&#252;ber dem d&#252;nneren, anisotropen und w&#228;rmeren Orogeng&#252;rtel (Kenia). Im sp&#228;ten Proterozoikum wurde die Anisotropie durch eine Reihe NW-SE und N-S streichender Scherzonen modifiziert, die den Orogeng&#252;rtel und den Rand des Kratons (reworked craton margin) im s&#252;dlichen Kenia beeintr&#228;chtigten. Nach Smith &amp; Morley 1993 kontrollierte die Reaktivierung dieser Scherzonen unter einem sich &#228;ndernden regionalen Stre&#223;feld Lage und Geometrie des Grabens und die Magmenf&#246;rderung. Die Dicke der Lithosph&#228;re des Kratons einerseits und des Orogeng&#252;rtels andererseits beeinflu&#223;t wiederum durch die unterschiedliche Schmelztiefe die Alkalinit&#228;t der Magmen, so sind die hochalkalinen nephelinitisch-karbonatitischen Zentren weitgehend auf den Kraton beschr&#228;nkt (Smith 1994).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die fr&#252;he tektonische Entwicklung des &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Gregory Grabens&lt;/strong&gt; ist zum Teil durch die jungen Vulkanite verborgen. Es handelt sich um eine komplexe Geschichte (Morley 1999) von Entstehung, Aktivierung und Deaktivierung von Verwerfungen, mit einer tendenziellen Wanderung der Aktivit&#228;t nach Osten. Nach der fr&#252;hen Bildung einer Senke entstand eine Reihe von Halbgr&#228;ben, die am westlichen Rand kleine Becken bildeten und durch en-echelon Verwerfungen verbunden waren. Erst sp&#228;ter bildeten sich eine Reihe von Hauptverwerfungen und damit ein asymmetrischer Graben im eigentlichen Sinn. Der Fokus der Extension wurde immer enger und wanderte letztlich vom Rand in den inneren Trog, bei einer steigenden Dichte an Verwerfungen, Versatz und Verwerfungsl&#228;nge. In der Entwicklung setzte sich die Tektonik nach Norden (Turkana) und S&#252;den (Tansania) hin fort.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Geophysikalische Methoden&lt;/strong&gt;, wie seismische Refraktion und Weitwinkelreflektion, wurden insbesondere in Kenia zur Aufkl&#228;rung der tiefen Strukturen des Grabens angewandt (Braile et al. 1995, Mechie et al. 1997). Die Krustendicke, mit 35-40 km unter den Flanken, variiert unter dem Kenia Graben von 20 km in der Turkana Region im Norden zu 35 km unter dem Keniadom im S&#252;den, verbunden mit einer Extension von 35-40 km im Norden und 5-10 km im S&#252;den. Eine Zone mit hohen seismischen Geschwindigkeiten an der Basis der Kruste, insbesondere unter dem Keniadom, wird als angesammeltes mafisches Material (underplating) interpretiert. Der Mantel unter dem Graben ist durch eine seitlich steil begrenzte und bis in mindestens 200 km Tiefe reichende Zone mit anomal niedrigen seismischen Geschwindigkeiten charakterisiert, die als Anwesenheit von wenigen Prozent Schmelze interpretiert wird. Der lithosph&#228;rische Mantel ist weitgehend d&#252;nn oder gar abwesend.
In Nordtansania wurde die Kruste von 34 km (Kraton unter der westlichen Flanke) auf 30 km ausged&#252;nnt (Ebinger et al. 1997). Die Dicke der Lithosph&#228;re des Tansania Kratons westlich des Grabens betr&#228;gt mindestens 110 km, weniger unter dem proterozoischen Orogeng&#252;rtel, 90 km unter dem Graben in Kenia (Ebinger et al. 1997). Es wird von einer k&#228;nozoischen thermischen Erosion der Lithosph&#228;re insbesondere unter dem proterozoischen Orogeng&#252;rtel durch einen Matelplume ausgegangen (Ebinger et al. 1997, Smith 1994).&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;&#196;thiopien und Kenia&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;&#196;thiopien Graben&lt;/strong&gt; wird durch bimodalen Magmatismus charakterisiert, mit &#252;berwiegend Flutbasalten (&#220;bergangsbasalte) und untergeordnet rhyolitischen Ignimbriten. Erster Vulkanismus begann vor 49 Ma im S&#252;dwesten &#196;thiopiens, die Hochphase der Eruptionen und der Tektonik war in der Zeit von 32 bis 21 Ma. In der Afar Region h&#228;lt die Aktivit&#228;t von in gr&#246;&#223;eren Mengen entlang Spalten eruptierten &#220;bergangsbasalten an, seit 1 Ma konzentriert sich der Vulkanismus entlang axialer Ketten und &#228;hnelt so dem Seafloorspreading, ist aber im Gegensatz zum Roten Meer nicht tholeiitisch (Kampunzu &amp; Mohr 1991).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Im &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Kenia Graben&lt;/strong&gt; (Smith 1993, Braile et al. 1995, Baker 1987) reichen die Magmen von &#220;bergangsbasalten &#252;ber Alkalibasalte und Basanite zu Nepheliniten, Karbonatiten und Melilithiten mit deren jeweiligen Differenziaten. In Kenia ist eine generelle Wanderung der Aktivit&#228;t von Nord nach S&#252;d zusammen mit einem tendenziellen Wechsel von stark zu schw&#228;cher alkalin und von eher mafisch zu st&#228;rker entwickelten felsischen Zusammensetzungen festzustellen (Baker 1987). Die Aktivit&#228;t verlagerte sich dabei von einer breiten Zone in den schmalen Zentralbereich des Grabens und &#246;stlich davon. Der Vulkanismus begann vor 35-22 Ma in Nordkenia, die Tektonik vor 21 Ma (Braile et al. 1995). Die Fr&#252;hphase (insbesondere Turkanaregion in Nordkenia) war von basaltischen Schildvulkanen und Flutlaven, sowie etwas sp&#228;ter in Westkenia und Ostuganda von kleineren Volumina hoch alkaliner Magmen (Nephelinite, Karbonatite), gepr&#228;gt (35-31 Ma). Vor etwa 15 Ma wurden in Zentralkenia Alkalibasalte und gro&#223;e Mengen von Flutphonolithen (16-8 Ma) im sich bildenen Halbgraben gef&#246;rdert, vor 7 Ma wechselte der Vulkanismus zu &#252;berwiegend weniger alkalinen bimodal basaltisch-trachytischen Schildvulkanen, viele mit Calderen und Ignimbriten. Um 4 Ma bildeten sich auch auf der Ostseite Hauptverwerfungen, in S&#252;d- und Zentralkenia wurden gro&#223;volumige Fluttrachyte und entlang von Spalten Alkalibasalte gef&#246;rdert. Am Ostrand und &#246;stlich des Grabens entstanden im Quart&#228;r gro&#223;e Vulkane mit einer Vielzahl von Lavenzusammensetzungen, wie Mount Kenia, Kilimanjaro und Mount Meru (die beiden letzteren in Tansania). Im Graben selbst wurden weiterhin Basalte, Trachyte und Alkalirhyolithe gef&#246;rdert, zum Teil bildeten sich Calderen. Die Aktivit&#228;t setzte nun auch im n&#246;rdlichen Tansania ein.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;N&#246;rdliches Tansania&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Nordtansania&lt;/strong&gt; (Dawson 1992) geht das EARS von einem 50 km breiten Graben im s&#252;dlichen Kenia zu einer 200 km breiten Zone mit mehreren Halbgr&#228;ben und Gr&#228;ben unterschiedlicher Orientierung &#252;ber (Natron-Manyara-Balangida, Eyasi-Wembere, Pangani-Graben). Dieser Wechsel in der Morphologie und der Wechsel zum stark alkalinen Vulkanismus d&#252;rfte mit dem &#220;bergang vom proterozoischen Orogeng&#252;rtel (Mozambique Belt) in Kenia zum archaischen Kraton Tansanias zusammenh&#228;ngen. Die Aktivit&#228;t begann in Tansania relativ sp&#228;t, die weit verbreiteten Fluttrachyte, welche die Aktivit&#228;t zur gleichen Zeit in Kenia dominieren, fehlen hier.&lt;/p&gt; &lt;dl class='spip_document_409 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L400xH340/jpg_earstz-dc4bb.jpg' width='400' height='340' alt='Geologie Nordtansania' style='height:340px;width:400px;' class='' /&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Geologie Nordtansania&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;(Modifiziert nach Dawson1992)&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In Tansania begann der Vulkanismus wesentlich sp&#228;ter als in Kenia. Bagdasaryan et al. 1973 datierten Melaphonolithe vom Essimingor auf 8,1 Ma, verbreiteter Vulkanismus und Bildung kleinerer Verwerfungen mit Sedimentation in den entstehenden Senken setzte vor etwa 5 Ma ein. Vor ca. 3 Ma bildeten sich mit der Eyasi Bruchstufe und der 20 km &#246;stlich des Natronsees gelegenen Sonjo (oder Oldoinyo Ogol) Bruchstufe die ersten gro&#223;en Abschiebungen, die allerdings nicht miteinander verbunden waren (Foster et al. 1997). Die Sonjo Bruchstufe trennt proterozoisches Kristallin im Westen von neogenen Vulkaniten und Sedimenten im Osten.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Vulkanismus in dieser Fr&#252;hphase (bis 1,2 Ma) war von gro&#223;en Schildvulkanen mit Alkalibasalten (untergeordnet Trachyt, Phonolith) gepr&#228;gt, wie Oldoinyo Sambu, Gelai, Ketumbeine, Kilimanjaro (Shira und Mawenzi) und die Vulkane der Crater Highlands. Letztere f&#246;rderten auch trachytische Tuffe und Ignimbrite in gr&#246;&#223;eren Mengen und entwickelten zum Teil gro&#223;e Calderen in ihrer Sp&#228;tphase (Ngorongoro, Empakai, Olmoti). Wenige Zentren geh&#246;rten bereits zur hochalkalinen Assoziation: die Bast Hills (bei Oldoinyo Sambu) mit Melanepheliniten und Melilithiten, Essimingor mit Nepheliniten und Phonoliten, Mosonik (ca. 3,5-3,18 Ma, Foster et al. 1997) mit Nepheliniten, Phonolithen und Karbonatiten sowie Shombole (ca. 2 Ma) mit Nepheliniten, Phonolithen und Karbonatiten.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Hauptphase der tektonischen Bewegung vor etwa 1,2 Ma (Macintyre et al. 1974, Foster et al. 1997) f&#252;hrte zur Bildung der westlichen &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article107&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Randverwerfung&lt;/a&gt;, welche N-S vom Natronsee, entlang dem Manyarasee zum Balangidasee verl&#228;uft und aus steil einfallenden planaren Abschiebungen mit &#252;ber 500 m Versatz besteht. Dazu gibt es kein &#246;stliches Equivalent, der Ostrand des Grabens wird durch eine Reihe kleinerer Abschiebungen und Flexuren gebildet. Viele kleinere Verwerfungen bildeten sich auch in der Grabenebene. Die entstandenen langgestreckten Becken sind durch weitere Verwerfungen segmentiert und durch Sedimente und vulkanische Ablagerungen teilweise verf&#252;llt. F&#252;r das Natron Becken wird eine Beckentiefe von &lt; 3,5 km angenommen (Ebinger et al. 1997).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der j&#252;ngere Vulkanismus in Tansania (nach 1,2 Ma) wird von st&#228;rker alkalinen Zentren dominiert, mit Nepheliniten, Phonoliten (Meru, Kibo u.a.) und teilweise zus&#228;tzlich Karbonatiten (Oldoinyo Lengai, Kerimasi, Hanang u.a.). Die Aktivit&#228;t ist oft explosiv, mit der Bildung von steilen, durch pyroklastisches Material dominierten Kegeln und gro&#223;en Explosionskratern. In der Umgebung des Oldoinyo Lengai gibt es beispielsweise eine Reihe von Maarkratern und Schlackenkegeln mit Olivinmelilithiten und Olivinnepheliniten (Keller et al. 2006). Der Vulkan &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article120&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Oldoinyo Lengai&lt;/a&gt; ist mit der Extrusion von natrokarbonatitischer Lava und Asche der einzige rezent aktive Karbonatitvulkan. Jedoch besteht der weitaus gr&#246;&#223;te Teil des Vulkans aus Olivin-freien, hochentwickelten und stark peralkalinen Nepheliniten (Tuffe, Agglomerate und Laven) sowie Phonolithen (Klaudius und Keller 2006).&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Literatur&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;small&gt;
Bagdasaryan, G.P., Gerasimovskiy, V.I., Polyakov, A.I., Gukasyan R. Kh. (1973). Age of volcanic rocks in the rift zones of East Africa. Geochemistry International 10, 66-71.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Baker, B.H. (1987). Outline of the petrology of the Kenya rift alkaline province. In: Fitton, J.G. &amp; Upton, B.G.J. (eds.), Alkaline Igneous Rocks. Geological Society Special Publication 30, 293-311.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Braile, L.W., Keller, G.R., Wendlandt, R.F., Morgan, P., Khan, M.A. (1995). The East African rift system. In: Olsen, K.H. (ed.) Continental Rifts: Evolution, Structure, Tectonics, Development in Geotectonics 23. Elsevier, Amsterdam, 213-231.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dawson, J.B. (1992). Neogene tectonics and volcanicity in the North Tanzania sector of the Gregory Rift Valley: contrasts with the Kenya sector. Tectonophysics 204, 81-92.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dawson, J.B., Smith, J.V. (1988). Metasomatised and veined upper-mantle xenoliths from Pello Hill, Tanzania: evidence for anomalously-light mantle beneath the Tanzanian sector of the East African Rift Valley. Contributions to Mineralogy and Petrology 100, 510-527.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ebinger, C.J., Bechtel, T.D., Forsyth, D.W., Bowin, C.O. (1989). Effective Elastic Plate Thickness Beneath the East African and Afar Plateaus and Dynamic Compensation of the Uplifts. Journal of Geophysical Research 94, 2883-2901.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ebinger, C., Poudjom Djomani, Y., Mbede, E., Foster, A., Dawson, J.B. (1997). Rifting Archean lithosphere: the Eyasi-Manyara-Natron rifts, East Africa. Journal of the Geological Society, London 154, 947-960.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Edgar, A.D. (1987). The genesis of alkaline magmas with emphasis on their source regions: inferences from experimental studies. In: Fitton, J.G. &amp; Upton, B.G.J. (eds.), Alkaline Igneous Rocks. Geological Society Special Publication 30, 29-52.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Foster, A., Ebinger, C., Mbede, E., Rex, D. (1997). Tectonic development of the northern Tanzanian sector of the East African Rift System. Journal of the Geological Society, London 154, 689-700.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Henjes-Kunst, F., Altherr, R. (1992). Metamorphic petrology of xenoliths from Kenya and Northern Tanzania and implications for geotherms and lithospheric structures. Journal of Petrology 33, 1125-1156.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Isaacs, G.L., Curtis, G.H. (1974). Age of early Acheulian industries from the Peninj Group, Tanzania. Nature 249, 624-627.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Kampunzu, A.B., Mohr, P. (1991). Magmatic evolution and petrogenesis in the East African Rift System. In: Kampunzu, A.B. &amp; Lubala, R.T. (eds.) Magmatism in Extensional Structural Settings. The Phanerozoic African Plate. 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Tectonophysics 236, 373-390.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Macdonald, R., Williams, L.A.J., Gass, I.G. (1994). Tectonomagmatic evolution of the Kenya rift valley: some geological perspectives. Journal of the Geological Society, London 151, 879-888.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Macdonald, R., Rogers, N.W., Fitton, J.G., Black, S., Smith, M. (2001). Plume-lithosphere interactions in the generation of the basalts of the Kenya Rift, East Africa. Jounal of Petrology 42, 877-900.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Macintyre R.M., Mitchell, J.G., Dawson, J.B (1974). Age of fault movements in Tanzanian Sector of East African Rift System. Nature 247, 354-356.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Morley, C.K. (1999). Tectonic evolution of the East African Rift System and the modifying influence of magmatism: a review. Acta Vulcanologica 11, 1-19.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Morley, C.K., Ngenoh, D.K., Ego, E.K. (1999). Introduction to the East African Rift System. In: Morley, C.K. (ed.), Geoscience of rift systems - Evolution of East Africa: AAPG Studies in Geology 44, 1-18.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Paslick, C., Halliday, A., James, D., Dawson, J.B. (1995). Enrichment of the continental lithosphere by OIB melts: isotopic evidence from the volcanic province of northern Tanzania. Earth and Planetary Science Letters 130, 109-126.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Rogers, N., Macdonald, R., Fitton, J.G., George, R., Smith, M., Barreiro, B. (2000). Two mantle plumes beneath the East African rift system: Sr, Nd and Pb isotope evidence from Kenya Rift basalts. Earth and Planetary Science Letters 176, 387-400.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Rudnick, R.L., McDonough, W.F., Chappell, B.W. (1993). Carbonatite metasomatism in the northern Tanzanian mantle: petrographic and geochemical characteristics. Earth and Planetary Science Letters 114, 463-475.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Smith, M. (1994). Stratigraphic and structural constraints on mechanisms of active rifting in the Gregory Rift, Kenya. Tectonophysics 236, 3-22.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Smith, M., Mosley, P. (1993). Crustal heterogeneity and Basement influence on the development of the Kenya Rift, East Africa. Tectonics 12, 591-606.
&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Steine</title>
		<link>http://www.riannek.de/spip.php?article109</link>
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		<dc:creator>Riannek</dc:creator>

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		<description>&#220;bersicht zum Thema Steine

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&lt;a href="http://www.riannek.de/spip.php?rubrique3" rel="directory"&gt;Steine&lt;/a&gt;


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Diplomarbeit&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
Stratigraphie und Petrologie der Lavenabfolge in der Bruchstufe zwischen Oldoinyo Lengai und Engare Sero Canyon, Tanzania&lt;br/&gt;
&lt;span class='spip_document_90 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:200px;' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L200xH130/rift-curved-83990.jpg' width='200' height='130' alt=&quot;&quot; style='height:130px;width:200px;' class='' /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article107&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Kurzfassung&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article111&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Einf&#252;hrung: Der Ostafrikanische Graben&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article120&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Feldarbeit&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Tamazeght&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
Alkaline Intrusion Tamazeght im Hohen Atlas, Marokko. &lt;br/&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article123&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Expedition Tamazeght 2006&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article159&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Geologie des Atlas&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article268&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Tamazeght Carbonatites&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Wie Vulkane funktionieren&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
Teil 1: &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article180&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Wo kommt das Magma her?&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
Teil 2: &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article181&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Vulkanausbr&#252;che und Vulkanformen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Fieldtrips</title>
		<link>http://www.riannek.de/spip.php?article108</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.riannek.de/spip.php?article108</guid>
		<dc:date>2006-01-18T23:44:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Riannek</dc:creator>

<category domain="http://www.riannek.de/spip.php?rubrique3">Steine</category>

		<dc:subject>Steine</dc:subject>

		<description>&#220;bersicht &#252;ber Exkursionen

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article145&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Ilimaussaq 2006&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Agpaitische Intrusion in Gr&#246;nland. Siehe auch &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article166&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Mineralien und Gesteine von Ilimaussaq&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article123&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Tamazeght 2006&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Alkaline Intrusion in Marokko&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article146&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Zermatt Saas 2004&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Exkursion. Hochdruckmetamorpher Ophiolithkomplex (mit Prof. Bucher)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article120&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Tansania 2003&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Expedition zum Vulkan Oldoinyo Lengai und Safari. Siehe auch: &lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article167&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Minerale und Gesteine zwischen Oldoinyo Lengai und Natronsee&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article130&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Schweizer Jura 2003&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Exkursion durch den Faltenjura (mit Prof. Behrmann)
&lt;span class='spip_document_91 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:200px;' &gt;
&lt;img src='http://www.riannek.de/local/cache-vignettes/L200xH131/no_57-df529.jpg' width='200' height='131' alt=&quot;&quot; style='height:131px;width:200px;' class='' /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article113&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;S&#252;ditalien 2003&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Exkursion Vulkanismus (mit Prof. Keller)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article125&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Adamello 2002&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Exkursion durch die Kontaktaureole (mit Prof. Bucher)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article129&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;S&#252;d - Norwegen 2002&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Exkursion. Pr&#228;kambrischer Schild, Kaledoniden und Western Gneiss Region (mit Prof. Bucher)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article127&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Heidelberger H&#252;tte 2002&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Kartieren im Fimberflysch (mit Springhorn) und dann noch aufs Fluchthorn.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article131&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;USA 2001&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Exkursion. Sierra Nevada, Basin and Range Provinz, Mono Lake und Mono Craters, Long Valley Caldera, Lassen, Lava Beds NM. Und vor der Exkursion: Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Death Valley... (mit Prof. Bucher)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article126&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Bivio 2001&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Kartierung im Oberhalbstein, Schweiz: Ophiolithe und Ostalpin (mit Prof. Bucher)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article117&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Santorin 2001&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Exkursion. Explosiver Vulkanismus (mit Prof. Keller)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article128&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Nord - Norwegen 2000&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;: Exkursion. Caledoniden und Pr&#228;kambrium in der Umgebung von Troms&#248; (mit Prof. Bucher)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Diplomarbeit: Kurzfassung</title>
		<link>http://www.riannek.de/spip.php?article107</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.riannek.de/spip.php?article107</guid>
		<dc:date>2005-12-16T14:13:25Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Riannek</dc:creator>

<category domain="http://www.riannek.de/spip.php?rubrique3">Steine</category>

		<dc:subject>Steine</dc:subject>

		<description>Die Bruchstufe im Gebiet s&#252;dlich des Natronsees besteht aus einer rund 500 m m&#228;chtigen Abfolge von Flutlaven, die in einer fr&#252;hen Phase der Grabenbildung gef&#246;rdert wurden. Von unten nach oben nimmt die Alkalinit&#228;t tendenziell zu, von Alkalibasalten &#252;ber Basanite (mit Mg# &gt; 41) hin zu entwickelten Nepheliniten (Mg# 120] Bericht von der Feldarbeit. Mit Bildern. Ostafrikanischer Graben Eine (...)

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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Bruchstufe im Gebiet s&#252;dlich des Natronsees besteht aus einer rund 500 m m&#228;chtigen Abfolge von Flutlaven, die in einer fr&#252;hen Phase der Grabenbildung gef&#246;rdert wurden. Von unten nach oben nimmt die Alkalinit&#228;t tendenziell zu, von Alkalibasalten &#252;ber Basanite (mit Mg# &gt; 41) hin zu entwickelten Nepheliniten (Mg# &lt; 47). Die Mg# schwankt stark mit der stratigraphischen H&#246;he, so dass von einer Vielzahl von Zyklen mit Magmenaufstieg, leichter Differentiation und Eruption ausgegangen werden muss. Ein im s&#252;dlichen Teil des Arbeitsgebiets angeschnittener Schlackenkegel mit vielen G&#228;ngen, im Profil wiederholt auftretende Schlacken&#173;agglomerate, Palagonit-Tuffe und ein Nephelinit-F&#246;rderschlot zeigen, dass die F&#246;rderung der Laven ein lokales Ereignis war.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die stratigraphisch tiefsten Alkalibasalte mit intergranularem Gef&#252;ge aus Plagioklas, Pyroxen, Olivin und Magnetit haben niedrige Gehalte an inkompatiblen Spurenelementen. Die dar&#252;ber liegenden Basanite und Basalte, mit Einsprenglingen von Pyroxen und Olivin, haben eine holokristalline Matrix aus &#252;berwiegend Pyroxen-Mikroeinsprenglingen, mit Plagioklas, Nephelin und Kalifeldspat sowie Titanomagnetit in den Zwischenr&#228;umen. Leicht entwickelte Gesteine sind reicher an felsischen Mineralen und haben z.T. ein trachytisches Gef&#252;ge. Ein Picrobasalt, von dem die Basanite und Basalte durch Fraktionierung von Olivin, Klinopyroxen und Titano&#173;magnetit abgeleitet werden k&#246;nnen, erf&#252;llt die chemischen Bedingungen prim&#228;rer Mantelschmelzen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die entwickelten Nephelinite bestehen entweder aus Einsprenglingen von Nephelin und fluidal eingeregeltem, invers zoniertem Klinopyroxen, mit Nephelin, Klinopyroxen, Magnetit und etwas Glas in der Matrix; oder sie sind vitrophyrisch, mit bis 2 cm gro&#223;em Nephelin und Mikroeinsprenglingen von Nephelin, Sodalith, Klinopyroxen und Magnetit. Akzessorisch treten Perovskit, Apatit und in einer Probe Titanit auf. Der vitrophyrische, gro&#223;porphyrische Nephelinit kann von den anderen Nepheliniten durch Fraktionierung von Pyroxen, Perovskit und Apatit abgeleitet werden, die inverse Zonierung der Pyroxene erfordert zudem Magmenmischung. Ein Nephelinitgang hat jedoch von den anderen Nepheliniten stark abweichende Spurenelementverh&#228;ltnisse, weshalb die Fraktionierung von einander &#228;hnlichen, aber doch verschiedenen Magmen anzunehmen ist. Dieses Modell ist wegen der schwankenden Verh&#228;ltnisse inkompatibler Spurenelemente vermutlich auch f&#252;r die Basanite und Basalte anzunehmen, bei mit der Zeit tendentiell abnehmendem Schmelzgrad. Die in den Nepheliniten wesentlich h&#246;heren Gehalte an inkompatiblen Spurenelementen schlie&#223;en eine Fraktionierung von den Basaniten zu den Nepheliniten aus.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ein in die Basanite eingeschalteter Megakristall-Olivinmelilithit ist mit hohen Gehalten an Cr, Ni und Mg der einzige m&#246;gliche Kandidat eines primitiven Stamm-Magmas der Nephelinite. Er hat bis 4 cm gro&#223;e Einsprenglinge von Olivin und Klinopyroxen in einer Matrix aus Melilith, Klinopyroxen, Titanomagnetit und Nephelin. Die Melilithe sind entwickelt, mit hohem Sodamelilith- und Fe-Gehalt und gelben Interferenzfarben. Die Olivin- und Pyroxen-Megakristalle und evtl. auch die wenigen Chromit-Einsprenglinge sind vermutlich Xenokristalle. Eine Differentiation von diesem primitiven Gestein hin zu den entwickelten Nepheliniten wird durch die vorliegenden Daten nicht ausgeschlossen, die gro&#223;e L&#252;cke zwischen beiden macht eine endg&#252;ltige Kl&#228;rung jedoch unm&#246;glich.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article120&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Tansania 2003&lt;/a&gt; Bericht von der Feldarbeit. Mit Bildern.&lt;br/&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.riannek.de/spip.php?article111&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Ostafrikanischer Graben&lt;/a&gt; Eine Einf&#252;hrung.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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