Gori

Stalins Geburtsstadt in Georgien

Georgier machen die Sowjets für alles Mögliche verantwortlich und Statuen von Lenin sind schon lange verschwunden. Ausgerechnet Stalin steht hingegen hier und dort noch auf seinem Sockel. „He might have been a bastard, but he was our bastard“, kommentiert ein anderer Reisender. Die Verehrung für Georgiens „größten Sohn“ nimmt in dessen Geburtsstadt Gori monumentale Formen an. Sein Geburtshaus, eine winzige Hütte, wird von einer Art modernem Tempel überdacht, das protzige Museum dahinter feiert seine Siege gegen die „Weißen“ und gegen Hitler. Feierlich umrundet man darauf hin seine Totenmaske, bevor man die Geschenke von Kommunistischen Parteien aus aller Welt bewundert… Grotesk.

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Florian Neukirchen
Nahöstlicher Diwan
Unterwegs zwischen Teheran und Tel Aviv
ISBN 978-3-89514-925-2