Per Rad in die Yungas

Auf der Death Road in Bolivien: Mit einem Mountainbike auf der angeblich gefährlichsten Straße der Welt in die Yungas

"Death Road"
„Death Road“

Östlich von La Paz fallen die Anden in steilen, tief eingeschnittenen Tälern in Richtung Amazonasbecken ab: den Yungas. Dort hinab schlängelt sich eine einspurige ungepflasterte Straße, oft mit einem senkrechten Abhang auf der linken Seite und dem fast senkrechten Berghang auf der Rechten. Bis vor wenigen Jahren eine neue Straße eingeweiht wurde, war dies die einzige direkte Verbindung von La Paz in die Selva und die Straße führte mit 200-300 Toten pro Jahr die weltweiten Statistiken tödlicher Unfälle an. Inzwischen wird sie fast nur noch von Radfahrern genutzt, die die mehr als 3000 Höhenmeter hinunter rauschen und jetzt sterben nur noch Radfahrer, die eine Kurve nicht erwischen. Ihren Spitznamen „El Camino de la Muerte“ oder „Death Road“ hat die gefährlichste Straße der Welt behalten.

Schild an der Death Road
Schild an der „Death Road“

Die Tour ist perfekt organisiert, mit sehr guten Mountainbikes, Helm und Knieschonern, 3 Guides und mit Stops alle 15 Minuten. Das erste Stück vom Pass La Cumbre ist auf einer asphaltierten Straße, dann werden wir für einen kurzen Anstieg wieder in den Bus gesetzt. Schließlich biegt die neue Straße in das Nachbartal ab und wir setzten uns wieder auf den Sattel. Hier stecken wir in dichtem Nebel, an den steilen Hängen wächst ebenso dichter Nebelwald. Nach unten wird die Sicht immer besser und man muss sich entscheiden, ob man schnell dem vordersten Führer hinterher will oder lieber langsam fährt und die Ausblicke genießt. An den besten Aussichtspunkten posieren wir für Fotos, die von den Guides geschossen werden und die man später auf CD gebrannt bekommt. Unten angekommen gibt es Duschen und ein spätes Mittagessen, dann fahren wir auf der neuen Straße nach La Paz hinauf, was fast genauso lang dauert wie hinab.


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