Besteigung von Teide und Pico Viejo (Teneriffa)

Die schönste Möglichkeit, den Teide zu besteigen, ist die Überschreitung über Montaña Blanca, Teide und Pico Viejo mit einer Übernachtung im Refugio de Altavista

Teide von den Roques de Garcia
Teide von den Roques de Garcia

Die schönste Möglichkeit, auf Teneriffa den Teide zu besteigen, ist die Überschreitung über Montaña Blanca, Teide und Pico Viejo mit einer Übernachtung im Refugio de Altavista. Man steht dann bei Sonnenaufgang auf dem Gipfel, was nicht nur gutes Licht bringt (und bessere Sicht, weil die Wolken oft noch aufgelockert sind), sondern auch den Vorteil, dass man kein Permit für den Gipfel braucht, solange man vor 9 Uhr wieder bis zur Bergstation der Seilbahn abgestiegen ist.

Montaña Rajada vom Aufstieg zur Montaña Blanca
Montaña Rajada vom Aufstieg zur Montaña Blanca

Ich parke dazu den Wagen bei den Roques de Garcia und nehme um 16:00 Uhr den Bus Richtung Puerto de la Cruz bis zum Parkplatz Montaña Blanca. Von hier aus geht es über einen Schotterweg, der erst flach zwischen Montaña Blanca und Montaña Rajada hindurchführt und sich dann in Spitzkehren die Montaña Blanca hinaufschraubt. Beides sind Seitenkegel des Teide, die vor allem mit hochdifferenzierten Magmen aktiv waren: Sie sind mit Bims bedeckt, der bei subplinianischen Eruptionen gefördert wurde und ihnen die helle Farbe verleiht, und es gibt mehrere Obsidianströme, die zum Teil bis in die Caldera hinunter geflossen sind.

Huevos del Teide
Huevos del Teide

Der Weg passiert die „Huevos del Teide“, metergroße schwarze Kugeln, die auf dem hellen Bims herumliegen. Sie kommen von dem Lavastrom des Teide, der oberhalb zu sehen ist: dieser ist so steil, dass einzelne Blöcke sich lösten und schneller als der recht zähflüssige Strom abwärts kullerten. Dabei wuchsen sie (wie beim Schneemannbauen) zu großen Kugeln an.

Blick zurück auf Montaña Blanca und auf die Cañadas-Caldera
Blick zurück auf Montaña Blanca und auf die Cañadas-Caldera

Von der Montaña Blanca, die eigentlich eher eine Schulter des Teide ist, führt ein Pfad zur Hütte hinauf. Der Blick auf die Cañadas-Caldera wird dabei mit jedem Schritt besser. In der Hütte gibt es Betten, aber Essen und Trinken muss man selbst mitbringen.

Am nächsten Tag geht es im Schein der Stirnlampe weiter, hinauf zur Bergstation, die am Rand eines ehemaligen Kraters sitzt und dann das letzte Stück hinauf bis zum Gipfel mit seinem kleinen Krater. Dieser oberste Teil des Berges ist quasi ein Schlackenkegel, der wie eine Haube auf dem Stratovulkan sitzt.

Der Krater des Teide und der Schatten des Bergs bei Sonnenaufgang
Der Krater des Teide und der Schatten des Bergs bei Sonnenaufgang

Nach dem Sonnenaufgang muss man erstmal zur Bergstation zurück, von der ein Weg in den Sattel zwischen Teide und Pico Viejo führt.

Aus dem Sattel sollte man erstmal einen Abstecher an den Rand des großen Kraters (bzw. Gipfelcaldera) des Pico Viejo machen. Es lohnt sich durchaus, diesen aus mehreren Richtungen zu sehen.

Pico Viejo
Pico Viejo
Krater des Pico Viejo mit Teide
Krater des Pico Viejo mit Teide

Schließlich führt ein Weg, mehrere Aa-Lavaströme kreuzend, wieder zurück zu den Roques de Garcia.


 

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